Reykjanes: Nächster Lavaausbruch steht bevor Skip to content
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Photo: Almannavarnir, Facebook.

Reykjanes: Nächster Lavaausbruch steht bevor

Der nächste Lavaausbruch auf der Halbinsel Reykjanes könnte sich mit einer Vorwarnzeit von weniger als 30 Minuten ereignen. Die Anzeichen im Vorfeld werden mit jedem Ausbruch in der Region schwächer, berichtet Vísir.

Drei potentielle Ausbruchsorte
Unter dem Gebiet von Svartsengi hat sich wieder eine vergleichbare Magmamenge wie vor dem letzten Ausbruch angesammelt. Wenn Magma im gleichen Tempo in die unterirdische Magmakammer strömt, rechnen Experten mit einem neuen Ausbruch in der kommenden Woche. Die Vorwarnzeit könnte dann sehr kurz ausfallen.
„Das hängt ganz davon ab, wo der Ausbruch beginnt. Wenn er am Berg Sýingarfell beginnt, dann kann das sehr kurz sein. Weniger als eine halbe Stunde, und bei schlechtem Wetter überdies kaum zu sehen,“ gibt der Geophysiker beim isländischen Wetterdienst, Benedikt Ófeigsson, zu bedenken.
Drei potentielle Ausbruchsorte werden derzeit für am wahrscheinlichten gehandelt: am Sýlingarfell, am Hagafell, oder innerhalb des Schutzwalls, der den Küstenort Grindavík umgibt.
Benedikt hält es für unwahrscheinlich, dass es in Svartengi selbst zu einem Ausbruch kommt, ausschliessen könne man dies jedoch nicht. Allerdings benötige die Magma dort vier bis sieben Stunden, bis sie die Erdoberfläche aus fünf Kilometern Tiefe erreicht habe.

Immer schwächere Anzeichen
Die gesamte Region wird permanent überwacht, aber die Anzeichen für einen Ausbruch schwächten sich ab, so Benedikt. “Da hat sich soviel Spannung gelöst, dass wir keine schweren Erdbeben mehr haben. Vielmehr handelt es sich um eine intensive Aktivität, bei der es in kurzer Zeit zu vielen Erdbeben kommt und diese sich so verschieben, wie die Magma sich verschiebt.“ hat er beobachtet.
„Wir sehen das auch auf den GPS Instrumenten und bei den Druckmessungen in den Bohrlöchern bei HS Orka. Das sind Anzeichen, die wir als Vorwarnung interpretieren, bevor etwas passiert, aber die werden mit jedem Ausbruch schwächer.“

Informationsabend für Einwohner
Am vergangenen Montag hatten die Behörden Bewohnern und Beschäftigten von Grindavík erlaubt, sich dauerhaft in Gebäuden aufzuhalten. Allerdings war darauf hingewiesen worden, dass ein jeder sich dort auf eigene Gefahr aufhalte, dass es weder kaltes Wasser noch eine funktionierende Kanalisation gebe, und dass der Aufenthalt im Freien wegen der zahlreichen sichtbaren und unsichtbaren Spalten nicht sicher sei. Immer noch wird an der Wiederherstellung der Wasserleitungen durch die frische Lava gearbeitet. Eine neue Strasse war vor einigen Tagen quer durch die Lava gelegt worden, um den Weg nach Grindavík zu verkürzen und die Zufahrt zur Blauen Lagune zu ermöglichen, die für Besucher wieder geöffnet ist.
Am kommenden Montag lädt der isländischen Zivilschutz zu einer Einwohnerversammlung, um über die Gefahrenlage und den Zustand der Infrastuktur von Grindavík zu informieren.

 

 

 

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