Reykjanes: Lava in Richtung Strasse unterwegs, Lagune geschlossen Skip to content
Volcano Reykjanes eruption on May 31, 2024
Photo: Photo by Art Bicnick.

Reykjanes: Lava in Richtung Strasse unterwegs, Lagune geschlossen

Die Lava aus dem letzten aktiven Krater des gegenwärtigen Ausbruchs an der Sundhnúksgígaröð nordöstlich von Grindavík strömt zu dieser Stunde auf den Grindavíkurvegur zu, berichtet Vísir. Die Durchfahrtslücken in den Schutzwällen auf dieser Strasse und an der Zufahrt zur Blauen Lagune werden derzeit geschlossen. Die Blaue Lagune hat ihren Betrieb ebenfalls geschlossen, alle auf dem Gelände Anwesenden sollen bis spätestens zum Mittag evakuiert sein.

Lavafluss beschleunigt sich
In den vergangenen Tagen war die Lava eher langsam am Berg Sýlingarfell entlang in Richtung Strasse unterwegs gewesen. Einer Mitteilung des Wetteramtes zufolge begann sie am Morgen, in höherem Tempo vorwärts zu fliessen, jetzt sei offensichtlich, dass sie die Strasse nördlich des Schutzwalls bei Svartsengi erreichen werde. Die Durchfahrtslücken der Wälle werden daher zur Stunde geschlossen.

Gestern morgen gegen fünf Uhr war eine Wand des Kraters eingestürzt, und riesige Lavamengen hatten sich in die Landschaft ergossen. Der Krater hat inzwischen eine Höhe von 20 bis 30 Metern und ist auch aus der Ferne gut zu erkennen.
In einem Facebookbeitrag schrieb die Vulkangruppe Südisland gestern, dass sich bei Svartsengi erneut Magma in der unterirdischen Kammer ansammle. Nach einem fulminanten Beginn des Ausbruchs sei die Lavaförderung recht schnell zurückgegangen, und gleich darauf habe die Magmaakkumulation wieder eingesetzt. Eine Senkung des Landes bei Svartsengi war schon vor zwei Tagen zu Stillstand gekommen.

Ein einziges Vulkansystem
Heute morgen berichtet die Vulkangruppe von ersten Analyseergebnissen gezogener Lavaproben. Die Magma, die derzeit an die Erdoberfläche steigt, habe nur wenig Ähnlichkeit mit der Magma der letzten vier Ausbrüche an der Kraterreihe Sundhnúksgígaröð. Bemerkenswert sei der hohe Anteil an Kaliumperoxid (K2O) und Titandioxid (TiO2). Man deute diese Ergebnisse dahingehend, dass sich derzeit Veränderungen im Gebiet der Magmaansammlung bei Svartsengi ereignen. Dort sammle sich offenbar seit April eine neue und veränderte Magma in einer separaten Kammer. Die aktuelle Magma zeige vielmehr Ähnlichkeit mit dem Material, das im Jahr 2021 am Fagradalsfjall gefördert wurde – der erste Vulkanausbruch von acht der Ausbruchsserie auf der Halbinsel Reykjanes.

Bislang war man davon ausgegangen, dass Fagradalsjall und Svartsengi getrennte Vulkansysteme sind, doch die miteinander verbundene Eruptionsaktivität und die enge chemische Beziehung könnten darauf hindeuten, dass es sich hier um ein großes, miteinander verbundenes System handelt.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter