Reykjanes: Lava auf dem Weg ins Meer Skip to content
Photo: Almannavarnir, Facebook.

Reykjanes: Lava auf dem Weg ins Meer

Der neue Vulkanausbruch auf der Halbinsel Reykjanes fördert weiterhin erhebliche Mengen an Lava, die sich in hohem Tempo, mit etwa einem Kilometer pro Stunde, nach Süden bewegt. Der Lavastrom hatte sich in zwei Zungen aufgeteilt. Die östliche Zunge ist mittlerweile an den Schutzwällen östlich des Küstenortes Grindavík entlang in Richtung Þórkötlustaðahverfi geflossen, wie auf diesem Foto der Wetterbehörde zu erkennen ist.

Der Geophysiker Magnús Tumi Guðmundsson sagte nach seiner Rückkehr von einem Überflug, wenn die Lava weiterhin in diesem Tempo unterwegs sei, könne sie es durchaus bis ins Meer schaffen. Auch Suðurstrandavegur, die Verbindungsstrasse zwischen Grindavík und Þorlákshöfn ist damit in Gefahr. Um 23.30 Uhr war der Lavastrom nur noch einen Kilometer von der Strasse entfernt. Magnús Tumi bezeichnete diesen Ausbruch als den stärksten der Serie.

Zivilschutzleiter Víðir Reynisson gab an, die beiden Lavazungen bereiteten ihm gewisse Sorge. Die Spalte selbst sei mit etwa drei Kilometern nicht sehr gross und verlängere sich auch nicht, aber die Lavamenge, die sie fördere, sei gewaltig. Entlang beider Strassen liegen Glasfaserkabel, wenn sie der Lava zum Opfer fallen, könne das Störungen in der Telekommunikation nach sich ziehen.
Die westliche Lavazunge ist auf dem Weg zum Kraftwerk Svartsengi. Dort verfolgt man das Geschehen sehr genau, denn wenn die Hochspannungsmasten ausfallen, müssen Notaggregate zugeschaltet werden. Für die Bewohner der Halbinsel sind keine Stromausfälle zu befürchten, doch Grossverbraucher müssen mit einer verminderten Zuteilung rechnen.

Die Schutzwälle rund um Grindavík und das Kraftwerk Svartsengi waren noch während des letzten Ausbruchs im Februar fertiggestellt worden. Damals waren auch von der Lava zerstörte Heisswasserleitungen überirdisch über die frische Lava neuverlegt worden, damit die Häuser in Grindavík beheizt werden können.
Zur Stunde befinden sich alle Mannschaften mit schweren Baumaschinen vor Ort, um verkehrstechnisch wichtige Lücken wie etwa die Zufahrt zur Blauen Lagune zu füllen. Vom Hubschrauber der Küstenwache gab es eine Stunde nach Mitternacht diese neuen Aufnahmen.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts