Reykjanes: Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt mehr zum Vulkangebiet Skip to content
Meradalir eruption, August 2022
Photo: Golli. Meradalir eruption, August 2022.

Reykjanes: Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt mehr zum Vulkangebiet

Kinder unter 12 Jahren dürfen das Vulkangebiet in den Meradalir nicht mehr betreten, berichtet RÚV. Der isländische Zivilschutz hat dies gemeinsam mit der Polizeidirektion Suðurnes und den übrigen Einsatzkräften heute morgen auf einer Sitzung beschlossen.
Das Gebiet ist auch heute wetterbedingt gesperrt, bereits seit Sonntag ist die Sperrung gültig. Morgen früh um 8.30 Uhr wird entschieden, ob der Zugang wieder geöffnet werden kann. In der Region herrscht Starkregen, stürmischer Wind und richtig schlechtes Wetter.
Der Weg zur Eruption ist um 17 Kilometer lang, er führt durch steiles, steiniges Gelände und ist nur für geübte, gut ausgerüstete Bergwanderer geeignet. Die Strassenverwaltung arbeitet zur Zeit an Planierung und Kennzeichnung besserer Wanderpfade.

Gasentwicklung für Kinder gefährlich
In den vergangenen Tagen waren mehrere Personen mit Kleinkindern am Vulkan angetroffen worden, unter anderem ein deutsches Brautpaar mit zweijährigem Kind für ein Fotoshooting, und ein Touristenpaar mit zwei Kleinkindern, letztere Wanderer waren so erschöpft und durchnässt, dass sie die Rettungskräfte um Hilfe bitten mussten. Freiwillige berichteten von weiteren totmüden Kindern, die von ihren Eltern zum Auto gezogen werden mussten.
Von Beginn des Vulkanausbruchs an war klar kommuniziert worden, dass die Gasentwicklung in den Meradalir stärker ist und Kindern und Hunden aufgrund ihrer geringen Grösse lebensgefährlich werden kann.
“Das ist ein Problem gewesen.” sagte Polizeichef Úlafur Lúðviksson Vísir gegenüber. “Wir versuchen, die Interessen der Kinder zu wahren. Das tue ich auf diese Weise.”

Noch mehr Kontrolle und bessere Sperrungen
Die Einsatzkräfte hoffen, heute keine Besucher in den gesperrten Gebiet anzutreffen, nachdem gestern Abend gleich zwei Touristengruppen hatten gesucht werden müssen. Eine Gruppe hatte sich verlaufen, und bei extrem schlechter Sicht hatte zunächst selbst der Rettungshubschrauber seine Suche abbrechen müssen. Die andere Gruppe war durchnässt und erschöpft gewesen und benötigte Hilfe. “Das lief noch mal gut gestern,” sagt Úlfar, “aber wir hatten uns das so nicht gedacht.”

Damit die Sperrung auch wirklich für jeden verständlich ist, wird heute noch mehr Aufsichtspersonal im Gebiet unterwegs sein, um Wanderer zurückzuschicken, ausserdem gibt es eine grosse Sperrung am Suðurstrandavegur.
“Wir verfügen jetzt über bessere und mehr Sperrvorrichtungen, ausserhalb des Vulkangebietes selbst und ich schätze, da werden sich heute nicht mehr viele Touristen im Gebiet selbst sehen lassen.”

update 12.45 Uhr
Gegen Mittag bestätigte die Polizei, dass sie das Recht hat, bei Zuwiderhandlung Strafen zu verhängen. In Paragraph 23 des Zivilschutzgesetzes heisst es unter anderem, dass die Polizei bei Gefahr im Verzug berechtigt ist, den Verkehr zu regeln, das Verweilen oder Betreten bestimmter Gebiete zu verbieten, abzuzäunen und Zutritt zu verwehren, sowie Personen abzuweisen oder zu entfernen.

 

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