Reykjanes: Heftige Erdbeben verschieben sich zum Sundhjnúkagígur Skip to content
Photo: Screenshot RÚV.

Reykjanes: Heftige Erdbeben verschieben sich zum Sundhjnúkagígur

Seit heute Morgen hat sich die Erdbebentätigkeit auf der Halbinsel Reykjanes zum Sundhnjúkagígur verschoben, der nordwestlich von Grindavík liegt. Die Beben konnte auf den nahegelegenen Gehöften und bis in den Borgarfjörður verspürt werden, berichtet RÚV. 
Auf der Karte kann man die Ausdehnung der Beben über ganz Südwestisland erkennen. Nach Angaben der Erdbebenabteilung beim isländischen Wetterdienst geht die Magmaansammlung am Berg Þorbjörn unverändert weiter, in der gleichen Tiefe und im gleichen Tempo wie zuvor. Hinzu kamen jetzt die heutigen Bebenschwärme. Die Beben werden als Spannungsauflösung in der Riftzone erklärt, die Rift zwischen Amerikanischer und Eurasischer Kontinentalplatte verläuft ja quer durch die Halbinsel.

Bei solchen Bebenschwärmen muss mit Erdbeben von bis zu M5,5 gerechnet werden. Heute Morgen um 7 Uhr waren 800 Beben aufgezeichnet worden, inzwischen dürften es weitaus mehr sein. Seit 15 Uhr intensiviert sich die Bebentätigkeit. Um 17.30 ereignete sich ein Beben der Stärke M5,2.
Wegen der anhaltenden Erdbeben hat die Polizei in Abstimmung mit dem isländischen Zivilschutz die Warnstufe für das Gebiet angehoben, dort gilt nun die Gefahrenstufe.
Für den Flugverkehr gilt die orangefarbene Warnstufe (code orange).
Die Erdbeben können noch stärker werden und in einem Vulkanausbruch enden. Bislang gibt es allerdings keine Hinweise darauf, dass Magma auf dem Weg an die Erdoberfläche ist. Die Lage wird engmaschig überwacht.

Gestern hatte die Blaue Lagune, die sich über dem Gebiet befindet, wo die Magma sich unterirdisch sammelt, ihre Türen für Besucher geschlossen. Daraufhin hat die isländische Strassenverwaltung den sogenannten Norðurljósavegur von Grindavík durch die Lavafelder zur Lagune für den Verkehr gesperrt.
Heute Abend wurde dann wegen Strassenschäden auch der Grindavíkurvegur, die Verbindungsstrasse zwischen Grindavík und der Reykjanesbraut, für den Verkehr gesperrt. Dort hatte sich eine breite Spalte im Asphalt gebildet. Die Strasse ist einer der drei Fluchtwege im Evakuierungsplan für die Bewohner des Küstenortes.
Vor zwei Tagen hatte das Reiseunternehmen Reykjavík Excursions seine Transfers zur Lagune ausgesetzt, um Mitarbeiter und Kunden nicht in Gefahr zu bringen.

 

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