Reykjanes: Erschöpfte Touristen aus Vulkanwanderung gerettet Skip to content
litli-hrútur eruption

Reykjanes: Erschöpfte Touristen aus Vulkanwanderung gerettet

Freiwillige Rettungsleute haben gestern drei Wanderer gerettet, die zum Vulkanausbruch laufen wollten. Auf ihrem Weg zum Berg Litli-Hrútur mussten sie erschöpft um Hilfe bitten. Einer der Retter sagt, die Leute seien in sehr schlechtem Zustand gewesen, als man sie erreichte. Es handelte sich um ausländische Touristen, die sechs Stunden gelaufen waren, bevor sie den Notruf auslösten.

Sechs Stunden durch Extremwetter
Otti Rafn Sigmarsson, einer der Retter, beschreibt Vísir gegenüber, wie schwierig die Rettung gewesen ist. „Da herrschte sehr schlechtes Wetter, Sturm, und Regen und dichter Nebel. Ausserdem haben wir in der Region starkes Tauwetter, da steht überall tiefer Matsch, und es ist schwierig, die Pfade dort zu befahren. Wir haben also gleich eine grosse Mannschaft losgeschickt, um die Leute schnell und sicher zu erreichen.“
Sie konnten zumindest rasch gefunden werden. „Die waren ganz gut ausgerüstet, aber da ging der Wind mit 25 m/s und es hat den ganzen Tag wie aus Kübeln geschüttet. Es gibt nur wenig Kleidung, die so ein Schlagwetter in den Bergen den ganzen Tag aushält,“ sagt Otti.

Kraft konzentriert sich auf Grindavík
Der Wanderweg zum Berg Litli-Hrútur ist beliebt und nicht wenige Wanderer dort unterwegs. Die wenigsten versuchen allerdings zum Ausbruchsgebiet zu kommen, welches sich nördlich von Grindavík befindet.
„Da ist der ein oder andere, aber sehr wenige. Wir haben diesbezüglich wirklich unseren Frieden gehabt. Bislang ist das kein Problem gewesen,“ meint Otti. „Ich glaube, das zeigt dass dass alle verstehen, dass die Lage in Grindavík schwierig und die Ausdauer der Einsatzkräfte nicht unendlich ist. Unsere Kraft hat sich auf Grindavík konzentriert, es galt, sich um die Bewohner und die Zustände da zu kümmern. Die Leute verstehen, dass die Kraft dort eingesetzt werden muss, und nicht auf dem Berg, um den Vulkanausbruch anzugucken.“

In der vergangenen Woche, bevor der Zivilschutz wegen eines bevorstehenden möglichen zusätzlichen Ausbruchs seine Bereitschaft verstärkt hatte, war kurz angedacht worden, Wanderwege in das Ausbruchsgebiet zu legen, um den anschwellenden Tourismus auf sichere Weise zu kanalisieren. Mit der Gefahr einer weiteren Eruption dürften solche Überlegungen allerdings erst mal vom Tisch sein.

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