Reykjanes: Besuchermassen, ein erster Verletzter, und Warten auf den Ausbruch Skip to content
Photo: Golli.

Reykjanes: Besuchermassen, ein erster Verletzter, und Warten auf den Ausbruch

Die freiwillige Rettungstruppe Þornbjörn in Grindavík ist heute um 12.45 Uhr ausgerückt, um eine Frau zu retten, die sich im Erdbebengebiet zwischen den Bergen Keilir und Fagradalsfjall verletzt hat. Der Einsatz dauerte bis 14 Uhr. Vísir berichtet, dass sehr viele Touristen in dem Gebiet unterwegs seien. Die Behörden fordern alle auf, sich mit Vorsicht in dem Gelände zu bewegen.

Sechs freiwillige Retter, sowie Rettungssanitäter und Polizei mussten die Wanderin aus dem Lavafeld holen. Nach Angaben von Guðni Oddgeirsson sei sie nicht schwer verletzt gewesen und habe sitzend abtransportiert werden können.
Bislang ist das potentielle Ausbruchsgebiet nicht gesperrt, und sehr viele Touristen schauen sich dort um. Gesperrt wird erst, wenn der Vulkan ausgebrochen ist.
“Wenn wir den Publikumsverkehr hier regeln würden, dann würden wir nichts anderes tun,” meint Guðni. “Hier sind seit dem ersten Ausbruch 2021 viele Leute gewesen, und jeden Tag haben immer zwischen 30 und 50 Autos hier gestanden, ganz gleich, wie das Wetter war.” Er gehe davon aus dass sich sehr viele Menschen in dem Gelände befinden, weil das Wetter so gut sei.

Warn-SMS aufs Handy
Alle, die das Gelände betreten, erhalten vom isländischen Zivilschutz austomatisch eine Warn-SMS aufs Mobiltelefon.
“Das ist eine Warnung, dass etwas losgehen kann, und dass Erdbeben Steine aus den Hängen lösen können. Die Leute werden also gebeten, sich nicht unter steilen Hängen aufzuhalten, und sich in Acht zu ehmen, wenn da was losgeht. Es herrscht
auch kein Wind, und da kann sich Gas in den Senken sammeln. Das ist in der ganzen Sache jetzt das gefährlichste.”

Warten auf den Ausbruch
Alle warten natürlich gespannt, dass der Ausbruch beginnt, doch vorerst scheint Ruhe eingekehrt zu sein. Die Bebentätigkeit ist zurückgegangen und in den neusten Daten gibt es keine Veränderungen, so die Expertin für Naturkatastrophen, Elísabet Pálmadóttir. “Unsere Interpretation ist, dass das dicht unter der Oberfläche angekommen ist.” Allerdings liegt der Ort, wo die Magma vermutet wird, um die zwei Kilometer von der nächsten GPS-Station entfernt. Es gebe also nur zwei Alternativen: entweder sitzt die Magma dicht unter der Erdoberfläche, oder sie hat sich verlangsamt.

Ihre Kollegin Lovísa Mjöll Guðmundsdóttir erklärte gegen 15 Uhr, jetzt sei eine grosse Anzahl an Kleinstbeben, die kaum aufgezeichnet werden können, aufgetreten, was darauf hindeuten könnte, dass die Magma mit der obersten Erdschicht kämpfe. Man könne nichts anderes tun als warten, wie schon die vergangenen Tage. Zivilschutz und Wissenschaftler befänden sich in Alarmbereitschaft.

 

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