Reykjanes: Ausbruch verliert an Kraft, hohe Gasbelastung in der Region Skip to content
Blue Lagoon, bláa lónið
Photo: Golli. Blue Lagoon.

Reykjanes: Ausbruch verliert an Kraft, hohe Gasbelastung in der Region

Der Vulkanausbruch an den Sundhjúksgígar hat ein wenig an Kraft verloren, berichtet RÚV. Nach Ansicht eines Geologen beim isländischen Wetterdienst könnte sich die Zahl der aktiven Krater verringert haben.

„Da sind jetzt noch einige Schlote aktiv, aber möglicherweise haben ein oder zwei Krater in der vergangenen Nacht aufgehört zu fördern, und vielleicht vier Schlote zeigen noch Aktivität,” erklärte der Geologe Einar Bessi Gestsson. „Nach den ersten 24 Stunden, die viel heftiger verliefen, blieb der Ausbruch recht stabil. Es ist schwierig, solch kleine Veränderungen, die bei der Eruption aufgetreten sein könnten, visuell zu beurteilen, aber heute Abend gibt es ein paar klare Hinweise dafür, dass die Aktivität in den Kratern ein wenig zurückgegangen ist.“
Die weitere Entwicklung sei jedoch schwierig vorherzusehen. Oft sei dies der langsame Anfang vom Ende eines Ausbruchs, man könne da nur abwarten.

Hohe Gasbelastung in der Region
Am Wochenende war in Grindavík und Hafnir eine starke Gasbelastung gemessen worden. Für Einar ist das kein Wunder, weil Grindavík viel näher an der Ausbruchsstelle liegt als seinerzeit beim Fagradalsfjall. Heute ist es relativ windstill, damit verbleibt das Gas in der Region. Am Nachmittag frischt der Wind dann aus östlicher Richtung auf und trägt das Gas vor allem nach Svartsengi und Grindavík.
Die Blaue Lagune hatte in der vergangenen Woche angekündigt, heute möglicherweise wieder öffnen zu wollen. Am Freitag war allerdings ein Mitarbeiter der Badeanlage mit einer Gasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Badebetrieb nicht vertretbar
Am Samstag hatte die Polizeidirektion Suðurnes bekanntgegeben, es sei kaum vertretbar, den Betrieb in der Blauen Lagune aufrechtzuerhalten. Nach Einschätzung des Polizeileiters bestehe unter den gegenwärtigen Bedingungen eine Gefahr durch Lavaströme und Gasverschmutzung in Grindavík und in Svartsengi. Man überwache sowohl den Lavastrom, der die Küstenstrasse bedroht, als auch die Gasbelastung, die die Gesundheit von Menschen im gekennzeichneten Gefahrenbereich gefährden kann. Die Blaue Lagune befindet sich gleich neben dem Erdwärmekraftwerk Svartsengi und wird vom Kraftwerkswasser gespeist.
Der Vorfall in der Blauen Lagune wird inzwischen polizeilich untersucht. Auch die Arbeitsaufsicht ist eingeschaltet worden.

„Bei sich ändernder Windrichtung kann es kaum als vertretbar betrachtet werden, den Betrieb in der Blauen Lagune aufrechtzuerhalten, während der Ausbruch noch andauert, und dies gilt auch für andere Aktivitäten, die sich innerhalb der Risikobewertungskarte des Wetterdienstes befinden,“ heisst es in der Mitteilung der Polizeidirektion. Auch Personen, die in Grindavík zu tun haben, wird angeraten, sich über die Gefahrenzonen zu informieren und sich dort nicht aufzuhalten, weil dies lebensgefährlich sein kann.

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