Rettungskräfte holen Bergwanderer aus Schneesturm vom Gletscher Skip to content
Photo: SAR Hornafjörður, 15. Februar 2022.

Rettungskräfte holen Bergwanderer aus Schneesturm vom Gletscher

Rettungskräfte aus mehreren Vereinigungen waren heute bei Schneesturm auf dem Vatnajökull Gletschermassiv unterwegs, um zwei Touristen zu suchen, die gestern Abend einen Notruf abgesetzt hatten. Anhand der bei safetravel gespeicherten Reisedaten wussten die Einsatzkräfte in etwa, in welcher Region die beiden sich aufhielten und dass es sich um erfahrene Bergwanderer handelte. Insgesamt 50 freiwillige Retter hatten sich mit schweren Fahrzeugen auf die Reise ins Eis gemacht. Nach Angaben der Einsatzleitung herrschten dort Schneesturm und Sicht unter drei Metern, oft nur bis zur Motorhaube.

Das erste Team war schon in der vergangenen Nacht zwischen 3 und 4 Uhr aus dem Ostland aufgebrochen, kurz darauf machte sich ein Kettenfahrzeug aus der Hauptstadt sowie Teams aus Selfoss und Höfn auf den Weg zu Breiðarmerkurjökull. Motorschlitten hatten wieder umkehren müssen, weil die Bedingungen zu riskant waren, den Schnee meisterten nur die schwersten Gebirgsfahrzeuge.

Die Bergwanderer hatten Schutz in einem Notunterstand gesucht, weil es nicht möglich war, ein Zelt aufzubauen. Die beiden tschechischen Touristen seien in winterlichen Bedingungen erfahren, einer habe Island auch schon zweimal durchquert, einen Gletscher hätten sie nach Angaben von Einsatzleiter Friðdrik Jónas Friðriksson jedoch noch nicht überquert. Der Notruf sei gestern spätabends eingegangen, heute morgen habe man über die Notrufausrüstung Kontakt zu den beiden aufbauen können. Sie hätten das schlechte Wetter beschrieben und dass sie beide kalt und nass seien und in dem Unterstand warteten.

Sie hatten vom Breiðamerkurjökull aus auf den Esjujökull gewollt, von da aus zu den Kverkfjöll, zurück zu den Grímsfjöll und dann zum Öræfajökull, dort wollte sie absteigen. Weit kamen sie jedoch nicht, denn zwischen Esjufjöll und Grímsfjall, in grosser Höhe, gerieten sie in den Schneesturm und in Not.
Gegen 15 Uhr erreichte das Kettenfahrzeug der Reykjavíker Einsatztruppe die beiden Wanderer und konnte sie vom Gletscher holen.
Für das Gebiet galt die gelbe Warnstufe, es herrschten Windgeschwindigkeiten von 20 bis 25 m/s, dazu Schneefall und schlechte Sicht.

 

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