Rettungseinheit trainiert zwei Tage lang im Wildwasser Skip to content

Rettungseinheit trainiert zwei Tage lang im Wildwasser

Die Rettungseinheit für Binnengewässer der Pfadfinder in Kópavogur und die Fliegerrettungseinheit von Reykjavík landeten in starker Strömung als sie kürzlich mit Raftingbooten die Austur-Jökulsá herunterruderten, berichtet mbl.is. Die Wildwasserfahrt war im Hochland am Laugafell gestartet worden und endete im Skagafjörður. Für die 70 Kilometer lange Strecke benötigten die Retter zwei Tage.

Hafþór Sig­urðsson von der Fliegerrettungseinheit in Reykjavík sagt, diese Strecke werde nur selten gefahren. Diesmal sei der Wasserpegel im Fluss sehr hoch gewesen, statt den üblichen 70 Kubikmetern pro Sekunde seien 100 Kubikmeter pro Sekunde geflossen. “Das war eine Megafahrt,” sagt er.
Siebzehn Mann befanden sich in der Gruppe, zwölf Mann aus den Rettungseinheiten, zwei Trosser und fünf Personen des Raftingunternehmens Viking Rafting.
Die Rettungsgruppe für Binnengewässser ist speziell ausgebildet für die Bergung von Personen aus Flüssen, wie etwa aus der Ölfusá oder der Krossá, diese Leute kennen sich in Gewässern mit hoher Fliesskraft und starker Strömung sehr gut aus.

Alte Rettungshasen waren sprachlos
„Das war eine echte Höllenfahrt,” beschreibt Hafþór den Bootstrip. Teilnehmer mit jahrzehntelanger Wildwassererfahrung seien über die Bedingungen in der Jökulsá sprachlos gewesen. “Das war eine Herausforderung und natürlich auch Spass, und durch unser Training ist das überhaupt möglich gewesen. Definitiv nichts für Anfänger.”
Es gibt sechs Schwierigkeitsstufen beim Rafting, der zweitägige Trip der freiwilligen Retter war auf Stufe fünf angesiedelt. In Stufe fünf hat eine Person, die über Bord gegangen ist, grosse Schwierigkeiten, sich irgendwo ans Ufer zu retten.

„Es gab lange Abschnitte mit pausenloser action. Die Fahrt war so besonders durch die endlosen Stromschnellen, etwa einen drei Kilometer langen Abschnitt mit ständiger action, was ungewöhnlich ist, denn normalerweise gibt es grosse Stromschnellen und dann ist es wieder ruhiger dazwischen. Aber da war man eine Viertelstunde unterwegs, wo es kein Halten gab,” beschreibt Hafþór die Fluten. Man habe da nicht nur einen Wochenendtrip veranstaltet, sondern für eine Übung für die spezialisierten Retter, damit sie sich an solche Situationen gewöhnen und mit den Wassermassen zurechtkommen.

Er selbst habe keine Angst verspürt, wohl aber ordentlich Adrenalin in den Adern gehabt, als es ums Ganze ging. Die Gruppe sei sehr gut trainiert für schwierige Bedingungen. “Das war körperlich unglaublich anstrengend, aber hat auch einen Riesenspass gemacht,” sagt er abschliessend.

 

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