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Regen verursacht gigantischen Erdrutsch in Westisland

Am Samstagmorgen ist im Hítardalur in Westisland ein gigantischer Erdrutsch vom Fagraskógarfjall abgegangen. Wie RÚV berichtet, hat die Lawine einen beliebten Lachsfluss mit Schlamm und Steinen überflutet und die gesamte Landschaft ringsum verändert. Der Erdrutsch ist der grösste, der sich in Island seit Beginn der Landnahme zugetragen hat.

Experten machen den ungewöhnlich nassen Sommer für die Katastrophe verantwortlich. “Das ist eine direkte Folge auf all diesen Regen,” sagte der Geologe Finnbogi Rögnvaldsson, der sich gestern vor Ort umgesehen hat. “Das Regenwasser hat sich in alten durch Erdbeben entstandenen Spalten gesammelt,” erklärte er. “Der Druck durch das Wasser bewirkte, dass am Morgen ein grosses Bergstück aus dem Berg gebrochen ist.”

Polizei und Rettungsteams kamen ebenfalls ins Hítardalur, um das Tal aus Sicherheitsgründen abzusperren.

Die ortsansässige Landwirtin Erla Dögg Ármannsdóttir sagte RÚV, der Erdrutsch habe eine Art Damm über den Fluss Hítará gebildet. “Der Damm ist einige Dutzend Meter hoch – ich bin nicht ganz sicher – und einige hundert Meter lang, und er blockiert die Hítará, was ein ernsthaftes Problem ist.”

Vísir gegenüber erklärte sie, dass diese Blockade durch Erdmassen auf der einen Seite des Flusses eine Art Lagune gebildet habe, deren Pegel von Stunde zu Stunde steige. Glücklicherweise hat die Lawine keine Wirtschaftsflächen erreicht, auch Vieh ist offenbar nicht zu Schaden gekommen. Man habe, so Erla, nicht damit gerechnet, dass von diesem bewachsenen Berg ein Erdrutsch abgehe, und vielmehr mit Sorge auf den benachbarten sandigen Grettisbæli geschaut.

Nachdem erst unklar war, welchen Weg sich die Hitará suchen würde, wenn ihr Pegel die Erdmassen übersteigt, ist nun offensichtlich, dass sie an den Erdmassen vorbei in die Tálma, einen Seitenfluss der Hitará fliesst, wo der Wasserpegel bereits steigt.

Insgesamt geht man davon aus dass sich der Flusslauf komplett verändert, was grosse Auswirkungen auf den Lachsbestand in der Hitará haben wird.

Die Naturkatastrophenabteilung des Geologischen Institutes an der Universität postete gestern erste Satellitenbilder von der Katastrophe.

Hier gibt es einen Dronenvideo des Erdrutsches.

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