Reykjanes: Neue Magma-Intrusion am Þorbjörn Skip to content
Thorbjorn, Þorbjörn, efitr Pálmi Erlendsson Veðurstofan
Photo: Þorbjörn mountain on the Reykjanes peninsula.

Reykjanes: Neue Magma-Intrusion am Þorbjörn

Derzeit sammelt sich Magma in einer Tiefe von vier Kilometern unter der Oberfläche der Halbinsel Reykjanes, nicht weit von der Region, wo sich innerhalb der letzten drei Jahre Ausbrüche ereignet haben. Die neue Intrusion befindet sich nordwestlich von Grindavík, ganz in der Nähe des Berges Þorbjörn und der Blauen Lagune. Für eine unmittelbar bevorstehende Eruption gibt es keine Anzeichen, sie könnte sich nach Angaben eines Vulkanologen beim isländischen Wetterdienst aber durchaus am Þorbjörn oder am Fagradalsfjall ereignen.

Magmabewegung muss nicht in Ausbruch enden
Erdbeben und eine Landhebung waren allen drei Eruptionen vorangegangen. Am 24. Oktober hatte nordwestlich von Grindavík eine Bebenserie begonnen, mittlerweile hat sich die Erde dort um drei Zentimeter angehoben. Das stärkste Erdbeben war mit mit 4,0 M gemessen worden und hatte in Reykjavík verspürt werden können.
Auch wenn Experten davon ausgehen, dass sich Magma unter der Oberfläche sammelt, muss dies nicht zwingend in einem Vulkanausbruch enden. Benedikt Ófeigsson, ein Koordinator beim Wetterdienst sagt, ein Ausbruch sei auch am Fagradalsfjall denkbar. “Wir können Fagradalsfjall nicht ganz abschreiben,” sagte Benedikt RÚV gegenüber. “Wir sehen auch weiterhin dort Deformation (Landhebung), und es könnte durchaus sein, dass der nächste Ausbruch dort stattfindet, aber wir überwachen jetzt beide Orte.”
Vorsichtshalber hat der Zivilschutz die Ungewissheitsstufe für die Halbinsel ausgerufen. Immer wieder hatten Vulkanologen darauf hingewiesen dass die Halbinsel sich in einer Periode gestiegener vulkanisher Aktivität befindet, die Jahrzehnte oder Jahrhunderte andauern könne. Die drei bislang stattgefudenen Eruptionen hatten keine Bauwerke oder Infrastrukturen zerstört.

Blaue Lagune gefährdet
Nun sieht die Sache allerdings etwas anders aus, denn vor den Hängen des Þorbjörn liegt nicht nur ein Erdwärmekraftwerk, dass die Ortschaften auf der Halbinsel mit Strom und heissem Wasser versorgt, sondern auch die Blaue Lagune, ein beliebter touristischer Ort, der gerne vor An- und Abreise genutzt wird. Seitens der Lagune hiess es, man sei auf alles bestens vorbereitet und schliesse nicht. Man stehe mit Behörden und Einsatzkräften in ständiger Verbindungm und halte zwei Stunden für eine Evakuierung für ausreichend.

An den Bohrlöchern des Kraftwerks habe sich bislang keine Veränderung gezeigt, und HS Orka-Direktor Tómas Már Sigurðsson zeigt sich entspannt. Alle Notfallpläne stünden bereit, und man wisse ganz genau, was im Ernstfall zu tun sei.
Auch Feuerwehr und Rettungsmannschaften der Region haben sich auf alles vorbereitet. Kein Anwohner müsse Angst haben, hiess es, es müsste schon sehr viel passieren, damit der Ort Grindavík evakuiert werde, selbst im Fall eines Lavaflusses in Ortsnähe gebe es genügend Fluchtwege, und sollte es in der Nähe des Þorbjörn einen Lavafluss geben, bestehe wegen der grossen Entfernung kaum Gefahr für die Ortschaft.

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