Quarantänebrecher im Auto und im Privatjet Skip to content

Quarantänebrecher im Auto und im Privatjet

Die Polizei in Südisland hat heute einen ausländischen Touristen auf der Ringstrasse westlich von Vík í Mýrdal wegen überhöhter Geschwindigkeit angehalten. Der Fahrer gab die Geschwindigkeitsüberschreitung zu und zahlte die fällige Strafe an Ort und Stelle.
Bei der Überprüfung der Fahrzeuginsassen stellte sich dann heraus, dass Fahrer und ein Insasse sich seit dem 27. März in Quarantäne befanden. Die Leute hätten also noch mindestens zwei Tage in Quarantäne sitzen müssen, und sie hätten erst losfahren dürfen, nachdem das zweite Testergebnis vorliegt. Zusätzlich zum Knöllchen wegen zu schnellen Fahrens kostete der Quarantänebruch dann noch mal 50.000 Kronen pro Person.
Die Touristen hatten angegeben, am Strand Reynisfjara unterwegs gewesen sein. Dort seien sie aber niemandem zu nahe gekommen.

Die Art und Weise wie Quarantäne auszusehen hat, ist auch manchen Vulkanbesuchern nicht klar. Das Rückverfolgungsteam der Gesundheitsbehörden hat einige Ansteckungsfälle auf einen Touristen zurückführen können. Islands Chefepidemiologe äusserte den Verdacht, dass sich das Virus an der Grenze durchmogelt. Nach Angaben der Flughafenpolizei mehren sich in diesen Tagen einreisende Passagiere, die nur wenige Tage bleiben wollen.
Nachdem am Vulkanausbruch in den Geldingadalir mehrfach Touristen in Quarantäne angetroffen wurden, und vorgestern in Keflavík ein Privatjet aus der Schweiz zum Kurzbesuch am Vulkan landete, der nach einer Ruhezeit für die Piloten sogleich des Landes verwiesen wurde, hat die Regierung heute beschlossen, die Quarantänebestimmungen zu verschärfen: ab Donnerstag müssen sich Einreisende aus diesen Ländern in staatlich überwachte Quarantänehäuser begeben.

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