Plastikfunde in Vögelmägen und Muscheln Skip to content
Westman Islands Fishing Boat
Photo: Fiskur Útgerð Frystihús.

Plastikfunde in Vögelmägen und Muscheln

In 70 Prozent aller Eissturmvögel und 40 bis 55 Prozent aller Miesmuscheln, die im Rahmen einer Studie obduziert wurden, fanden sich Plastikreste, berichtet RÚV.

Die Untersuchungen wurden auf Betreiben der Umweltbehörde durch die Universität in Suðurnes und das Naturkundeinstitut Nordostislands durchgeführt.

Bei 16 Prozent der Eissturmvögel fand man mehr als 0,1 Gramm Plastik im Magen. Untersucht wurden Vögel, die sich in Fischernetzen verfangen hatten und dort verendet waren.

Die gefundene Plastikmenge fällt geringer aus als in früheren Untersuchungen. Dennoch liegt das Ergebnis über der Grenze, die im OSPAR-Abkommen zum Schutz des Nordostatlantiks festgesetzt wurden. Laut diesem Abkommen darf der Anteil der Eissturmvögel mit mehr als 0,1 Gramm Plastik im Verdauungstrakt 10 Prozent nicht überschreiten.

Isländische Eissturmvögel haben insgesamt weniger Plastik im Verdauungstrakt als ihre Artgenossen im Nordatlantik.

In der Studie heisst es, dass man umso weniger Plastik in den Mägen der Vögel findet, je weiter man sich nach Norden begibt und von der Zivilisation entfernt.

Zwei Eissturmvögel hatten 28 Plastikteilchen im Magen. Durchschnittlich wurden 3,65 Teilchen gefunden, das Durchschnittsgewicht der Partikel betrug 0,0452 Gramm. In weiblichen Vögel wurden mehr Plastikpartikel gefunden als in männlichen Vögeln.

Auch Miesmuscheln im Südwesten des Landes, auf der Halbinsel Snæfellsnes und in den Westfjorden wurden untersucht. An allen Orten wurden Plastikpartikel in den Muscheln gefunden, und zwar bis zu vier Partikel pro Muschel.

Insgesamt wurden in 120 untersuchten Muscheln 77 Plastikteilchen gefunden, Offenbar gab es keinen grossen Unterschied in der Anzahl der Partikel in Bezug auf den Fundort.  Zum grössten Teil befanden sich Plastikfäden in den Muscheln.

In der Studie heisst es, selbst wenn sich hierzulande weniger Plastik in Muscheln und Vögelmägen befindet als in anderen Ländern, ändere das nichts daran, dass es auch in Island Plastikverschmutzung im Meer gebe. Island müsse seinen Plastikverbrauch reduzieren und alles Plastik recyceln.

Auch die Säuberung und Klärung von Abwässern und Oberflächenwasser müsse verbessert werden, damit Plastik gar nicht erst in die Meere gerate.

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