Planungsbehörde will Touristen zu Ausbau in Landmannalaugar befragen Skip to content
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Photo: Landmannalaugar.

Planungsbehörde will Touristen zu Ausbau in Landmannalaugar befragen

Im südlichen Hochland Islands sind zahlreiche touristische Grossprojekte geplant oder bereits im Bau befindlich, die Hotelanlage in den Kerlingarfjöll oder das Hotel im Berg mit Badelagune im Þjórsárdalur sind nur einige Beispiele. Auch Landmannalaugar soll für den wachsenden Fremdenverkehr weiter ausgebaut werden, doch hier ist die isländische Planungsbehörde der Ansicht, dass sich der geplante Ausbau negativ auf das Wildniserlebnis der Touristen und auf die Qualität der Natur auswirken kann, berichtet RÚV.

Ausbau und Neubauten in Landmannalaugar
Die Gemeinde Rangárþing ytra hatte im Dezember einen Umweltverträglichkeitsbericht zur Entwicklung eines Tourismuszentrums in Landmannalaugur angefertigt, von der Planungsbehörde ist nun eine entsprechende Bewertung dazu vorgelegt worden.
Geplant sind neue Servicegebäude an der Námshraun, die die derzeitigen aus allen Nähten platzenden Gebäude in der Laugahraun ablösen sollen. Weiterhin soll es vorerst Unterkunftsmöglichkeiten in der Hütte des isländischen Wandervereins (FÍ) geben, ausserdem sollen die Einrichtungen an der natürlichen heissen Lagune verbessert werden. Neben dem Ausbau der touristischen Gebäude am Námskvísl werden auch die bestehenden Deiche verbessert und neue entlang des Flusses sowie am Jökulsgilskvísl gebaut.

Massenandrang schafft Unzufriedenheit
In der Stellungnahme der Planungsbehörde heisst es, schon jetzt sei Untersuchungen zu entnehmen, dass die Gegend unter grossem Druck stehe und dass die Zufriedenheit der Touristen in Landmannalaugar aufgrund unzureichender Serviceeinrichtungen und der Anzahl der Touristen nachlasse. Es sei klar, dass die Einrichtungen verbessert werden und die Anzahl der Besucher so gesteuert werden müsste, dass es nicht zu zu viel Gedränge gebe.

Die Planungsbehörde kritisierte, dass man eher andere Ausbaumöglichkeiten und ihre jeweilige Auswirkungen auf die Umwelt hätte prüfen sollen, wie etwa den Ausbau der bereits bestehenden Einrichtung in der Laugahraun, oder die touristische Serviceeinrichtung generell aus Landmannalaugar zu verlagern.

Mit dem Aufbau in der Námshraun würde sich das Angebot für Touristen zwar verbessern, gleichzeitig sei es aber ungewiss, ob sich dieser Ausbau negativ auf das Wildniserlebnis und die Naturqualität auswirken werde – unter anderem weil die Einstellung der Touristen zum Umfang des geplanten Projektes vor der Umweltverträglichkeitsprüfung gar nicht untersucht worden sei.
Älteren Studien haben nämlich gezeigt, dass Touristen keine große zusätzliche Bebauung in Landmannalaugar sehen möchten. Die Planungsbehörde ist der Ansicht, dass vor der Erteilung von Genehmigungen eine Umfrage unter Touristen durchgeführt werden sollte.

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