Papageitaucher: kaltes Meer im Norden bietet mehr Futter Skip to content
Photo: Susanne Jutzeler.

Papageitaucher: kaltes Meer im Norden bietet mehr Futter

Beim Papageitaucherbestand gibt es im Jahresvergleich kaum Veränderungen, im Süden der Insel ist der bunte Vogel auch weiterhin mehr gefährdet als im Norden. Besonders grosse Sorgen bereitet die steigende Meerestemperatur rund um die Westmännerinseln, berichtet RÚV.

Gute Futterlage im Norden
Im Nordland und im Osten Islands steht der Bestand der Papageitaucher auf sicheren Füssen. Die beliebten Brutplätze am Hafnarhólm im Borgarfjörður eystri und auf der Insel Grímsey sind voll besetzt, und auch in Langanes hat sich eine grosse Kolonie gebildet.
„Ich denke, wir sind einer Meinung, dass es hier noch nie soviel Papageitaucher gegeben hat,“ sagt der Vogelkundler Sæmundur Helgi Einarsson in Þórshöfn. „Hier gab es nie besonders viele Papagetaucher, aber die werden jetzt immer mehr.“
Und offenbar findet der Seevogel, der nur zum Brüten an Land kommt und seinen Jungen längst nicht jedes Futter bringt, im äussersten Norden genug zu fressen: „Die Küstenfischer haben genug Krill und Sandaal hier gesehen. Die Lage scheint doch recht gut zu sein,“ meint Sæmundur.

Warmes Meer, wenig Futter
Erpur Snær Hansen, der Direktor des Naturbüros Südisland und Ornithologe, bezeichnet die Lage in Südisland für den Vogel am schwierigsten, auch wenn sie in den Kolonien auf den Westmännerinseln mit dem Vorjahr vergleichbar seien. Dort habe es seit 2022 einen Rückgang gegeben. In Westisland sehe die Lage besser aus, allerdings hätten die Kolonien im Breiðafjörður im letzten Jahr einen Rückschlag erhalten.

Erpurs Hauptsorge gilt der steigenden Meerestemperatur rund um die Westmännerinseln. Die hatte im ersten Quartal so hoch wie nie zuvor gelegen, was keine guten Nachrichten für den Papageitaucher und sein spezifisches Futter sei. Auch die Jungvögel hätten mit warmem Meerwasser arg zu kämpfen. Nördlich der Insel liegt die Temperatur weitaus niedriger und bietet Vögeln und Fischen bessere Bedingungen.

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