Osterschnee: Seyðisfjörður wieder zugänglich Skip to content
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Photo: Dagmar Trodler.

Osterschnee: Seyðisfjörður wieder zugänglich

Heute ist es der Strassenmeisterei endlich gelungen, den Bergpass Fjarðarheiði zwischen dem Fährhafen Seyðisfjörður und der Ringstrasse zu öffnen. Seit Karfreitag war diese wichtige Verbindungsstrasse schneebedingt gesperrt, die Einwohner des Hafenortes von der Aussenwelt abgeschnitten gewesen. Die Krankenschwester der örtlichen Ambulanz ist froh dass sich über Ostern kein schwerer Unfall oder Krankheit ereignet hat.

Nadelöhr Fjarðarheiði
Die Fjarðarheiði liegt auf einer Höhe von 600 Metern über NN, von Seyðisfjörður bis zum Gipfel sind es zehn Kilometer. Oft ist diese Strasse wegen Schneesturms gesperrt, aber fünf Tage, das kommt eher selten vor. Gestern Abend hatten die örtlichen Rettungsleute es geschafft, 95 Autos im Convoi über den Pass zu geleiten, dann musste die Strasse wieder gesperrt werden.
Heute nach Mittag gelang es dann endlich, die Passstrasse zu öffnen, nachdem sich auch das Wetter beruhigt hatte. Statt spektakulärem Ausblick schauen Autofahrer allerdings jetzt auf hohe Schneewände, die sich beidseits der Strasse auftürmen.
Zu allem Überfluss legte auch die Norræna am Vormittag an und entliess 400 Passagiere, samt Fahrzeugen. Vor allem Reisebusse können die Passstrasse erst befahren, wenn sie vollständig geräumt und eisfrei ist. Für die Reisenden hiess es also abwarten und Tee trinken, und sich derweil Seyðisfjörður anschauen.

Osterwochenende ohne Unfall
Den Einwohnern bereitete nicht etwa der Mangel an Milchprodukten in den sich leerenden Ladenregalen Sorge. Viel riskanter sind Unfälle und Krankheit, wenn man von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Halla Dröfn Þorsteinsdóttir, die Krankenschwester der örtlichen Ambulanz, ist froh dass das diesjährige Osterwochenende unfallfrei und ohne schwere Notfälle verlaufen ist.
Es gebe in Seyðisfjörður zwar einen Krankenwagen, aber der Schneepflug komme immer von der anderen Seite. Auch der Hubschrauber sei einige Stunden unterwegs. Ein Tunnel sei für die Hafenstadt einfach unumgänglich, findet Halla Dröfn.
Die Schneetunnel auf der Heiði stehen nun erst mal und werden Meter für Meter verbreitert. Aber es brauche nur ein wenig Wind, um den Schnee wieder in Bewegung zu setzen, und die Passstrasse einmal mehr unbefahrbar zu machen.

“Páskahret” – Osterschnee nach Plan
Im gesamten Norden hatte der Osterschnee Urlaubern – Touristen wie Einheimischen im Osterurlaub – übel mitgespielt. Das Wetter hielt sich genau an die Prognosen, und ab Sonntag mussten Strassen und Pässe in Richtung Norden und Osten gesperrt werden. Auch gestern blieb die Öxnadalsheiði gesperrt. Die Alternative, der Weg um die Halbinsel Tröllaskagi herum, erwies sich als trügerisch, und wer dort nicht festsass, geriet spätestens auf dem Weg nach Blönduós in Schwierigkeiten. Zeitweise war auch der Weg nach Akureyri von Osten her wegen einer Schneelawine auf der Ringstrasse versperrt. Bei einem Lawinenunglück im Fnjóskadalur war auch ein Skifahrer verletzt worden.
Heute sind die Strassen wieder frei befahrbar.

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