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Ölpest nach Busunfall auf der Öxnadalsheiði

By Dagmar Trodler

Öxnadalsheiði, oil accident
Photo: Norðurorka.

Bei dem Busunglück auf der Öxnadalsheiði ist eine grosse Menge Öl ausgelaufen und hat ein Wasserschutzgebiet verschmutzt. Der regionale Wasserversorger Norðurorka gab an, es handle sich um die grösste Umweltkatastrophe, die sich je in dem Gebiet ereignet hat.

Umfangreiche Säuberungsmassnahmen
Das Wasserschutzgebiet befindet sich an der Wasserscheide der Öxnadalsheiði. Schnell war klar, dass ausgedehnte Massnahmen nötig sind, um die Katastrophe einzudämmen. Norðurorka hatte sofort aus Sicherheitsgründen das Trinkwasser in Vaglar abgestellt. Ölbarrieren wurden ausgelegt, und der Fluss Árkvísl, der der Strasse am nächsten liegt, wurde oberhalb des Unfallortes gestaut, damit das Wasser nicht in den verschmutzten Uferbereich geraten konnte.

Nachdem das verschmutzte Erdreich abgegraben worden war, sammelte sich Öl in dem Loch. Hier gab es keine andere Lösung als dieses Öl abzubrennen. Der Rest wurde von einem Pumpfahrzeug abgepumpt. Norðurorka geht davon aus, dass man das Schlimmste habe verhindert werden können. In einer Mitteilung wurde der Unfall als die schwerste Umweltkatastrophe in dem Gebiet bezeichnet.

Verletzte und Strassensperrung
Bei dem Busunglück waren 22 Fahrgäste betroffen gewesen, fünf mussten nach Reykjavík in die Uniklinik geflogen werden. Zwei von ihnen liegen auf der Intensivstation. Nach Angaben der Polizei waren einige Fahrgäste aus dem Bus geschleudert worden, unter anderem weil sie keinen Sicherheitsgurt benutzt hatten. Die Öxnadalsheiði hatte am Abend des langen Wochenendes bis in die frühen Morgenstunden gesperrt werden müssen, der Verkehr war über Siglufjörður umgeleitet worden
Die Polizei und der Ermittlungsausschuss für Verkehrsunfälle untersuchen den Unfallhergang.

Bekannter Unfallsünder
Bei dem Bus handelt es sich um einen Spezialtruck aus der Tschechei. Das Unternehmen Tatrabus war nicht zum ersten Mal in einen Unfall verwickelt. Im Jahr 2011 war der Bus auf der Route Fjallabaksleið nyðri in den See Blautulón gestürzt und hatte dort eine Ölpest verursacht. Umfangreiche Bergungsaktionen waren notwendig, um das schwere Gefährt aus dem See zu holen. Seinerzeit berichtetet RÚV, dass der Tatrabus zuvor in einen Unfall im Hochland verwickelt gewesen und mehrfach von Augenzeugen beim Offroad Fahren beobachtet worden war.

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