Ökosystem mit grösster Verzögerung seit 80 Jahren Skip to content

Ökosystem mit grösster Verzögerung seit 80 Jahren

Veränderungen bei den Kieselalgen in isländischen Gewässern hat den Ökosystemen rund um die Insel in den vergangenen Jahren zu schaffen gemacht. Erpur Snær Hansen, der Leiter des Naturkundeinstitut Suðurlands, erklärt, die Veränderungen der Meeresströmung hätten dazu geführt, dass das Meer in Landnähe salziger, wärmer und ärmer an Kieselalgen geworden sei.
Zwischen den 2003 und 2017 hatte die Lage sogar dramatisch ausgesehen, und davon habe die Kieselalge sich noch nicht wieder erholt. Kieselalgen sind Hauptbestandteil des Meeresphythoplanktons und die Haupt-Primärproduzenten organischer Stoffe, bilden also einen wesentlichen Teil der Basis der Nahrungspyramide.

Der Mangel an Kieselalgen wirkt sich auf die Nahrungskette aus und wirkt damit bremsend auf das gesamte Ökosystem des Meeres. So bewirkt dieser Algenmangel etwa, dass Papageitaucherküken verhungern, bevor sie flügge werden, weil es zuwenig Sandaal im Meer gibt, den einzigen Fisch, von dem die Küken ernährt werden. Eigentlich alle Meeresbewohner sind vom Mangel an Kieselalgen betroffen, vom Einsiedlerkrebs über dne Nutzfisch bis hin zum Hummer.
“Da scheint etwas besonderes gerade im Gange zu sein,” sagte Erpur im Gespräch mit RÚV. “Wir haben noch nie eine derartige Verzögerung im System erlebt, jedenfalls nicht in den letzten 80 Jahren, wie in den vergangenen 15 Jahren. Das kommt zusätzlich zu den Temperaturveränderungen, die für das Ökosystem auch nicht gut sind.”

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