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Ökologischen Fussabdruck durch Baumkauf ausgleichen: das Kolviður Projekt

Etwa 100 Personen haben die Emissionen von Treibhausgasen aus ihren Flügen von und nach Island in diesem Jahr ausgeglichen, das sind doppelt soviele wie noch im vergangenen Jahr, berichtet RÚV. Für die Wiederherstellung des Gleichgewichts müssen 4000 Bäume auf einem Hektar gepflanzt werden.

Reisende, die ihre Emissionen ausgleichen möchten, können dies über das Projekt Kolviður tätigen, auf der Webseite gibt es einen Karbonrechner, der anhand von Flug-oder Automeilen den Ausstoss der Treibhausgase ermittelt und ihnen die Anzahl der notwendigen Bäume gegenüberstellt. So hat jeder die Möglichkeit, seinen ökologischen Fussabdruck durch den Kauf und die Pflanzung von Bäumen in Island reinzuwaschen.

Die Stiftung Kolviður ist von der isländischen Forstbehörde und dem isländischen Umweltschutzverband Landvernd in Zusammenarbeit mit der Regierung gegründet worden.

Ziel des Projektes ist es, “die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre zu reduzieren, indem die CO2-Sequesterbildung der Waldökosysteme erhöht wird, Erdreich gebunden und Erosion vermieden wird.” Ausserdem soll die öffentliche Aufmerksamkeit sowie die Aufmerksamkeit von Unternehmen in Bezug auf Treibhausgasemissionen, sowie die Weiterbildung in verwandten Themen vorangetrieben werden.

Auch 60 Unternehmen haben sich auf der Webseite bereits registrieren lassen, um ihren ökologischen Fussabdruck auszugleichen.

Wir wollen in diesem Sommer um die 150.000 Bäume rund um den See Úlfljótsvatn pflanzen,” kündigte der Kolviður-Vorsitzende Reynir Kristinsson an. “Im letzten Jahr waren es 100.000 Bäume.”

Bis zu 60 Jahre könnte es dauern, bis die Bäume eine vollständige CO2-Sequesterbildung bewirken, doch bereits nach 10 Jahren haben sie schon eine beträchtliche Auswirkung erreicht.

Zwei Flüge nach Teneriffa von Island aus verursachen soviel Luftverschmutzung wie die Nutzung eines Familienautos über ein ganzes Jahr.

Durch ihre Reiselust und die steigende Anzahl an Flugreisen ins Ausland empfinden viele Isländer die sogenannte flugskömm, eine Flugscham über die negativen Auswirkungen der vielen Flüge auf die Umwelt.

Im vergangenen Jahr reisten 83 Prozent aller Isländer ins Ausland, das ist der höchste Prozentsatz an Flugreisenden seit dem Jahr 2009.

Mehreren Befragungen zufolge sind Isländer weitaus weniger bereit von ihren Reisegewohnheiten zu lassen als ihre Alltagsgewohnheiten zu ändern. Im kommenden Jahr wollen 52,6 Prozent der Befragten einen Städtetrip ins Ausland unternehmen, 43,5 Prozent planen einen Urlaub im Süden, und 34,7 Prozent wollen Freunde und Verwandte im Ausland besuchen.

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