Neues Mietwagengesetz in Vorbereitung Skip to content

Neues Mietwagengesetz in Vorbereitung

Ein Gesetzentwurf, der Mietwagenunternehmen zu mehr Sicherheitsauflagen und besserer Information ihrer ausländischen Kunden verpflichtet, liegt seit heute im Diskussionsportal der Regierung, bevor er dem Parlament vorgelegt wird. Der Vorschlag aus der Feder von Tourismusministerin Lilja Dögg Alfredsdóttir basiert auf Vorschlägen der OECD zur Wettbewerbsfähigkeit des isländischen Tourismus, berichtet RÚV.
Laut Entwurf sollen Mietwagenunternehmen nicht mehr von einem festen Standort aus operieren müssen, sondern dürfen Parkplätze betreiben, wo die registrierten Fahrzeuge stehen. Ein dauerhaftes Gebäude für die Unternehmung wird nicht mehr benötigt.

Sicherheitsrisiken in den Mietvertrag
Gleichzeitig müssen Kunden besser zum Thema Sicherheit aufgeklärt werden. Eine Aufsichtsführung durch die Verkehrsbehörde soll entsprechend ausgebaut werden.
Im Mietvertrag mit dem ausländischen Kunden muss der Vermieter explizit auf die Gefahren auf isländischen Strassen hinweisen, wie etwa Strassenverhältnisse, Wetter, Strassensperrungen im Winter, einspurige Brücken, Tempolimits Schotterpisten, unübersichtliche Hügel, Anschnallpflicht, die Notfallrufnummer und vieles mehr.
Sollte der Entwurf das Parlament passieren, steht als nächstes eine Revision des Gesetzes zur Vermietung von registrierten Fahrzeugen an, um Aufsicht und Kontrolle der Branche durch die isländische Verkehrsbehörde verbessern zu können. Die Arbeit an der Revision ist im Ministerium bereits begonnen worden.

Schwerer Unfall mit 12 Jahre altem Mietwagen
Das Investigativmagazin Kveikur hatte im Herbst über eine britische Familie berichtet, die im Dezember 2018 mit ihrem Mietwagen auf der Brücke über die Núpsvötn über die Reling in die Tiefe gestürzt war. Bei dem Unfall waren drei Fahrzeuginsassen ums Leben gekommen. Die Familie hatte in Keflavík einen 12 Jahre alten Toyota Landcruiser angemietet. Im Unfallbericht der Verkehrsbehörde hatte der Familienvater angegeben, das Fahrzeug habe kurz vor der Brücke zu schlingern begonnen. Auf der Brücke brach er dann seitlich aus und wurde über die Reling acht Meter in die Tiefe geschleudert. Einen Tag später senkte die Strassenverwaltung die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Brücke von 90 auf 50 km/h.

In dem TV-Beitrag kritisierte Bergþór Karlsson, der Geschäftsführer der Autovermietung Bílaleiga Akureyrar, dass alte Fahrzeuge mit vielen tausend Kilometern auf dem Buckel in Island immer noch kommerziell vermietet würden.

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