Neue Vulkanroute will zu langsamem Reisen motivieren Skip to content
People admiring lava flowing from the crater in Geldingadalur on the Reykjanes peninsula
Photo: Golli. .

Neue Vulkanroute will zu langsamem Reisen motivieren

Die Tourismusinitiative Visit South Iceland hat in Zusammenarbeit mit Visit Reykjanes und regionalem Gewerbe eine neue sogenannte “Vulkanroute” (Eldfjallaleiðin) entworfen, um Inselbesucher zu längeren Aufenthalten vor Ort zu motivieren. In der Route sind acht Vulkane enthalten, die in das Sightseeingprogramm integriert werden. Damit sollen die Übernachtungszahlen im Süden des Landes und auf der Halbinsel Reykjanes gesteigert werden.

Teil der isländischen Kultur
„Irreführende Artikel in ausländischen Medien haben zu einer gewissen Besorgnis über Islandreisen geführt,“ sagte Ragnhildur Sveinbjarnardóttir, die Direktorin des South Iceland Marketing Büro Vísir gegenüber. „Die Besonderheit dieser Regionen liegt in ihrer vulkanischen Aktivität, die Islands Landschaft generell formt. Wir haben beobachtet, dass Touristen sich darüber Sorgen machen, aber es es ist wichtig herauszustellen, dass Isländer mit diesen Vulkanen seit Jahrhunderten leben, die sind ein fundamentaler Teil unserer Kultur und Geschichte.“
Bei den acht Vulkanen entlang der Route handelt es sich um Fagradalsfjall, Hengill, Hekla, Eyjafjallajökull, Eldfell, Katla, Lakagígar, und den Öræfajökull, die Route ist 700 Kilometer lang und umfasst 17 Höfe und Siedlungen.
Hier wird die Route näher ausgeführt.

Verweilen statt eilen
Allerdings handelt es sich nicht um eine organisierte Tour, vielmehr erstellt Visit South Iceland das Grundgerüst, damit regionale Tourimusunternehmen mit ihren Angeboten auf den Zug aufspringen können. Ragnheiður betont, dass die lokalen Unternehmen die Route mitgeschaffen hätten.
Es geht keinesfalls darum, Vulkane zu besteigen. Vielmehr soll Eldfjallaleiðin den Reisenden motivieren, sich die Gegend näher anzuschauen, dort mehr Zeit zu verbringen und die Leistungen regionaler Unternehmen zu nutzen, statt Tageskilometer zu fressen und von Ort zu Ort zu eilen.
„Die meisten Leute besuchen Reykjanes, bleiben aber nicht, obwohl es dort viel zu sehen gibt. Das gleiche gilt für den Süden, den 90% aller Touristen besuchen, aber nur 50% bleiben. Wir möchten betonen, dass es keinen Grund zur Eile gibt.“

Thematische Verbindung
In der Vergangenheit hatte es erhebliche Diskussionen über die negativen Auswirkungen der Vulkanausbrüche auf der Reykjanes-Halbinsel auf den Tourimus gegeben, und offenbar sind die Besucherzahlen deswegen tatsächlich gesunken.
Das Projekt sei keine Reaktion auf diese Entwicklung, sagt Ragnheiður. Es war bereits im Jahr 2021 mit der ersten Eruption in der Region begonnen worden, um den Internationalen Flughafen in Keflavík mit dem Hornafjörður im Osten thematisch zu verbinden.
„Wir beginnen mit diesem Projekt jetzt offiziell, um das Interesse an vulkanischer Aktivität und ihren Auswirkungen auf das Leben der Isländer zu wecken“, erklärt Ragnhildur. „Ich sage manchmal, dass unsere Erfahrungen mit Vulkanen in den Genen der Isländer verankert sind. Wir haben mit diesen Erfahrungen jahrelang gelebt und die Natur wirft uns unablässig etwas Neues vor die Füsse. Wir müssen immer in einer gewissen Habachtstellung sein.“

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