Neue Kraterspalte weiterhin produktiv in Richtung Meradalir Skip to content

Neue Kraterspalte weiterhin produktiv in Richtung Meradalir

Die neue Ausbruchsspalte in den Geldingadalir ist in der letzten Nacht von Mitgliedern der freiwilligen Rettungseinheit bewacht worden. Beobachtet wurde unter anderem, dass die Erde zwischen den beiden Kratereinheiten abgesunken ist, Schätzungen nach um bis zu einem Meter. Wie es bei RÚV heisst, ist schwer zu sagen, ob dies ein Vorbote weiterer vulkanischer Entwicklung sein könnte. Die Region wird engmaschig überwacht.
Bis auf weiteres ist das Ausbruchsgelände wegen Gasentwicklung für den Zutritt gesperrt. Die Einsatzkräfte nutzen den Tag, um ihre Arbeit im Hinblick auf die geänderten Umstände zu reorganisieren.

Hier sieht man die Lava in die Meradalir herunterlaufen:

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Auch ein neuer Riss ist in der letzten Nacht entdeckt worden, wobei Experten nicht sicher sind, ob der Riss schon vorher vorhanden war. Der Riss liegt zwischen den beiden Kratereinheiten. Es wurde kein ausströmendes Gas gemessen, dafür wurde Hitzebildung dort festgestellt. Die Experten gehen davon aus, dass sich unter dem Riss der Magmagang befindet, und dass jederzeit Magma an die Oberfläche brechen kann.

Neueren Berechnungen zufolge beläuft sich die durchschnittliche Lavamenge auf inzwischen sieben Kubikmeter pro Sekunde, was bedeutet, dass die Förderung gestiegen ist.
In der Nacht war eine Schwefeldioxidwolke in Richtung Vógar gezogen, die Einwohner waren gebeten worden, ihre Fenster geschlossen zu halten und die Zimmer gut zu beheizen, um einen Gaseinzug ins Haus zu vermeiden.
Am Morgen erklärte der Geophysiker Halldór Geirsson, es gebe Hinweise darauf, dass der unterirdische Magmagang schmaler geworden sei. Die dicht unter der Oberfläche befindliche Magma reiche nicht mehr mit voller Kraft in die alten Krater und habe sich einen neuen Weg an die Oberfläche gesucht. Er bezeichnete es als gefährlich, wie lautlos und ohne Vorwarnung sie durch die Oberfläche hervorbreche.
Bislang könne man keine Angaben dazu machen, ob beide Krater gleichzeitig aktiv bleiben, solange die Lava dort jedoch ungehindert austreten könne, sei dies nicht ausgeschlossen.

Die Webcam von RÚV ist in die Merardalir umgezogen worden und zeichnet nun den Lavastrom von vorne auf. Im Hintergrund sieht man beide Kratereinheiten.
Die Webcam des Morgunblaðið steht weiterhin mit Blick auf den alten Krater.
Hier gibt es spektakuläre Fotos aus allen Winkeln zu sehen, und hier eine Bilderserie des Zivilschutzes aus der Luft.
Gestern berichteten wir im Liveblog von den Ereignissen, dort finden sich auch weitere Links mit Fotos und Videoaufnahmen.

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