Negativer PCR-Test vor Einreise, dann Doppeltestung mit Quarantäne Skip to content
COVID-19 test
Photo: A screenshot from RÚV.

Negativer PCR-Test vor Einreise, dann Doppeltestung mit Quarantäne

Jeder Einreisende muss ab diesem Freitag ein negatives PCR-Testergebnis aus dem Land des Abflugs vorlegen, welches nicht älter als 72 Stunden sein darf. Diese Regel gilt bis zum 30. April.
Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir stellte am Morgen die Änderungen vor, die Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason zuvor eingereicht hatte.
Nach der Einreise gilt weiterhin die verpflichtende Doppeltestung mit fünftägiger Quarantäne. Damit absolviert jeder Einreisende insgesamt drei Tests.
Die verpflichtende Vorlage eines negativen PCR-Tests vom Abflugort gilt auch für heimkehrende isländische Staatsbürger und in Island Ansässige.

Bei der Kabinettssitzung wurde ebenfalls beschlossen, die Regeln um eine Zwangsquarantäne zu verschärfen. Demnach dürfen nun auch Reisende, die keine Unterkunft für die fünftägige Quarantäne nachweise können oder bei denen Zweifel um Einhaltung der Quarantäne aufkommen, ins staatliche Quarantänehaus am Rauaðrástígur verbracht werden.
Diese Unterbringung kann nun auch genutzt werden, wenn bei einem Einreisenden eine der drei besonders ansteckende Virusvarianten (britisch, brasilianisch, südafrikanisch) nachgewiesen wurde.
Eine weitere Änderung besteht darin, dass die Möglichkeit, Personen am Flughafen abzuholen, weiter eingeschränkt wird. Auch die Einhaltung der Quarantäne aller Personen soll besser überwacht werden. Dazu gehört, dass die Einreiseformulare korrekt und nachvollziehbar ausgefüllt werden.

Þórólfur hatte schon in der vergangenen Woche strengere Massnahmen an den Grenzen verlangt, um eine Einschleppung des Virus durch Schlupflöcher zu verhindern. Er sieht die Gefahr einer neuen Welle durch Ansteckung aus dem Ausland. Die Behörden hatten in Aussicht gestellt, in Fall einer solchen COVID-Welle von Beginn an massiv durchzugreifen.
Vor einigen Tagen war in Südisland ein Tourist als Tramper unterwegs gewesen, der sich eigentlich in Quarantäne hätte befinden sollen. Er wurde von der Polizei ins Quarantänehaus nach Reykjavík verbracht und musste Strafe zahlen.

Im Land selbst sieht die Lage weiterhin sehr positiv aus: gestern war den vierten Tag in Folge keine Neuinfektion im Land festgestellt worden, ausserhalb der Quarantäne hatte es sogar fast einen ganzen Monat lang keine Infektion mehr gegeben. Die jetztigen Präventionsmassnahmen sind bis Anfang März gültig, doch Þórólfur und Svandís sehen Spielraum für Erleichterungen zu einem früheren Zeitpunkt.

Nach Aussage von Tourismusministerin Þórdís Kolbrún Reykfjörð Gylfadóttir ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass die neue Regel den Tourismussektor treffe, da zur Zeit kaum Touristen unterwegs seien. Doch eine stattliche Anzahl an Fachleuten und Experten reise täglich an und ab, und da müsse Vernunft gezeigt werden.
In der vergangenen Woche waren in Reykjavík drei Personen in einem Restaurant unterwegs gewesen, die sich eigentlich hätten in Quarantäne befinden sollen. Bei den Personen hatte es sich um ausländische Arbeitskräfte gehandelt, die für ein isländisches Unternehmen angereist waren. Der isländische Unternehmer hatte die drei daraufhin ausser Landes geschickt, bevor die Polizei ihrer habhaft werden konnte.

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