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Vatnajökull Bárðarbunga
Photo: Vatnajökull Grímsfjall Grímsvötn Bárðarbunga Kverkfjöll Jöklar Jökull Vísindi.

Möglicher Gletscherlauf aus den Grímsvötn steht bevor

Die Eishöhle an den Grímsvötn im Gletschermassiv Vatnajökull hat sich neusten Messungen zufolge abgesenkt. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass ein Gletscherlauf aus den Grímsvötn bevorsteht, berichtet Vísir.
Am Mittag war der Wissenschaftliche Rat zusammengekommen, um die neue Lage zu besprechen. Er kam zu dem Ergebnis, dass mit einem Gletscherlauf in den kommenden Tagen zu rechnen sei.

Der Geologe Björn Oddsson ist für den Zivilschutz tätig und berichtet von den Erkenntnissen: “In den Grímsvötn sammelt sich Schmelzwasser unter einer Eishöhle. Über der Eishöhle gibt es ein GPS-Messgerät, welches den Wasserstand anzeigt. Wenn sich Wasser sammelt, hebt sich die Höhle an. In den letzten Monaten und ein bis zwei Jahren hat die Eishöhle sehr hoch gelegen. In den Grímsvötn befindet sich viel Wasser, man schätzt die Menge auf einen Kubikkilometer.”
Jetzt allerdings habe sich in den Messgeräten gezeigt, dass sich die Eishöhle absenkt, was darauf hinweise, dass Wasser unter ihr abläuft und in Richtung Skeiðárjökull.

“Man darf damit rechnen, dass es in den nächsten Tagen einen Gletscherlauf aus den Grímsvötn geben wird,” sagt Björn. “Wir haben das schon einmal gesehen, wie letzten Sommer, da hatte es Hinweise aus den Geräten gegeben und damals war das Eis unter dem GPS-Gerät geschmolzen. Aber jetzt haben wir zwei Geräte da oben, und die zeigen beide das gleiche. Damit ist bestätigt dass sich die Eishöhle absenkt.”
Ein Gletscherlauf habe jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach keine Auswirkungen auf menschliche Besiedlung.

“Das Wasser läuft in den Gígjukvísl und dann unter der Brücke an der Ringstrasse hindurch. Dort muss man den Wasserstand gut im Auge haben, bevor der Gletscherlauf beginnt. Es gibt auch Beispiele dafür dass es nach einem Gletscherlauf zu einem Vulkanausbruch kommen kann.”
Letzeres bezeichnet er als weder wahrscheinlich noch unwahrscheinlich, aber genau deshalb sei man auf alles vorbereitet.
Zuletzt war der Vulkan unter den Grímsvötn vor 10 Jahren ausbrochen. Dem Ausbruch folgte ein enormer Aschefall auf das Südland und die Region unter den Gletschern. Im vergangenen Sommer hatte Grímsvötn sich ebenfalls geregt und Vulkanologen sahen schon einen möglichen Ausbruch, doch der Vulkan beruhigte sich wieder.

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