Mit Gehwagen in der Gischt der Reynisfjara Skip to content
Photo: Carlos Mondragón Galera.

Mit Gehwagen in der Gischt der Reynisfjara

Gestern haben sich mehrere Touristen in Lebensgefahr befunden, als sie am Strandabschnitt Reynisfjara von den Wellen eingeholt wurden. Eine Person in dieser Gruppe war eine ältere Frau mit Gehwagen. Ein Reiseführer kritisiert, das installierte Warnsystem funktioniere nicht wie es sollte und verlangt eine Strandbewachung rund um die Uhr, berichtet Vísir.
Fünf tödliche Unfälle haben sich in den letzten sechs Jahren an dem Strand ereignet. Die Touristen scheinen sich meist nicht über die starke Meeresströmung im Klaren zu sein, und regelmässig gibt es Nachrichten von lebensbedrohlichen Vorfällen.
Gestern hatte der Reiseleiter Carlos Mondragón Galera Bilder in einer Tourismusgruppe veröffentlicht, auf denen die Gruppe von Leuten am Stand zu sehen ist, hinter ihnen hohe Wellen. Eine Frau schiebt einen Gehwagen durch den Sand. Aufgrund des herrschenden Sturms war die Brandung an dem Strand besonders stark gewesen.

Anweisungen werden nicht verstanden
Der Reiseleiter Þórarinn Böðvar Leifsson sagte Vísir gegenüber, das Warnsystem funktioniere nicht wie es sollte, und die Touristen seien sich der Gefahren einfach nicht bewusst. Er sei schon oft mit Touristen an dem Strand gewesen, die die Anweisungen auf den Tafeln gar nicht verstehen, weil sie nicht in ihrer Sprache verfasst sind. Es gebe etwa keine Warnungen in französischer Sprache.
Der gestrige Vorfall schockt ihn daher nicht. “Wir können nicht davon ausgehen, dass diese Leute Idioten sind, immerhin leben wir von ihnen. Man muss sich sehr in acht nehmen dass man keine Vorurteile nährt, wie etwa gegen Asiaten, die aus einer vollkommen anderen Umgebung hierherkommen. Wir sind es, die dieses Problem lösen müssen,” fordert Þórarinn.

Strandbewachung für Tag und Nacht gefordert
Er will einen richtig scharfen Ranger vor Ort sehen: „Ich verstehe nicht, warum wir nicht in so eine Strandwache investieren können. Ich finde es beschämend dass wir es nicht fertigbringen, zwei solcher Wächter für Tag und Nacht einzustellen, wenn man sich mal überlegt, was wir an den Touristen so verdienen.“
Der Augenzeuge Carlos sagte DV gegenüber, er habe es aufgegeben, die Leute zu warnen. Sie würden die Warnungen eh nur ignorieren. Þórarinn versteht das nur zu gut.
„Mir ist bisher noch keiner frech gekommen. Aber ich verstehe ihn gut, wenn er sagt dass er aufgegeben hat. Viele Reiseleiter sind müde und haben aufgegeben. Ich will dass wir eine Strandbewachung verlangen. Ich finde, wir schulden das den Leuten.“

 

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