Ministerium erteilt Fanglizenz für Wale Skip to content
Photo: Hvalur hf. employees inspect the hybrid whale hunted in June.

Ministerium erteilt Fanglizenz für Wale

Das Unternehmen Hvalur ehf. hat gestern vom Landwirtschafts- und Fischereiministerium eine über fünf Jahre gültige Lizenz zum Fang von Finnwalen erhalten, berichtet RÚV. In der vergangenen Woche hatte Hvalurs Geschäftsführer Kristján Loftsson verkündet, er werde in diesem Sommer nicht zum Walfang in See stechen.

Im Februar hatte Landwirtschafts- und Fischereiminister Kristján Þór Júlíusson eine Verordnung herausgegeben, nach der die Jagd auf Finnwale und Minkwale bis zum Jahr 2023 erlaubt ist. Die Walfanglizienz muss alle fünf Jahre erneuert werden. Hvalur ehf. hatte daraufhin im März um eine Quote für Finnwale ersucht.

Die Lizenz beinhaltet Voraussetzungen, die Hvalur ehf. erfüllen muss, um die Lizenz zu halten. Der neuen Verordnung nach muss der Lizenzinhaber die Fanglogbücher selbstständig und ohne besondere Aufforderung nach Ende der Fangsaison einreichen. Eine entsprechende Kritik war dem Ministerium von der Fischereibehörde eingegangen. So soll verhindert werden, dass der Behörde nach Ende der Fangsaison keine Fanglogbücher vorliegen, wie es in den Jahren 2014 bis 2018 der Fall gewesen war. In diesen Logbüchern müssen alle einzelnen Jagdereignisse aufgeführt werden.

Die Fischereibehörde hatte die nicht vorliegenden Logbücher seinerzeit erst eingefordert, nachdem die Lizenz von Hvalur ehf. nicht mehr gültig war.

Im Frühjahr hatte Kristján Loftsson verkündet, in diesem Sommer keine Wale zu jagen, weil die Vermarktung in Japan schwierig sei. Japan geht in diesem Jahr zum ersten Mal nach langer Zeit wieder selbst auf die Jagd.

Ólafur Ólafsson, Kapitän auf einem der Walfänger von Hvalur ehf. hatte im Juni geäussert, der Grund für die Jagdpause liege darin, dass die Fanglizenz nicht rechtzeitig erteilt worden war.

Im Mai hatte die Naturschutzorganisation Jarðvinir erneut Klage gegen Hvalur ehf. eingereicht. Ihrer Ansicht nach war die bis 2018 gültige Lizenz ausser Kraft getreten, weil in den Jahren 2016 und 1017 nicht gejagt worden war. Weitere Klagepunkte waren tierschutzwidrige Tötungsmethoden mit der Harpune, das Erlegen von mehreren Hybridwalen, sowie das Zerteilen der toten Wale zur Lebensmittelgewinnung unter freiem Himmel.

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