Magmaintrusionen könnten Reykjavíker Infrastruktur schädigen Skip to content

Magmaintrusionen könnten Reykjavíker Infrastruktur schädigen

Magmaintrusionen auf der Halbinsel Reykjanes könnten möglicherweise wichtige Infrastrukturen beschädigen, sowohl auf der Halbinsel als auch in der Hauptstadtregion, berichtet RÚV und zitiert ein Morgunblaðið-Interview mit dem Geophysiker Páll Einarsson. Páll hatte erklärt dass, ungeachtet dessen, ob eine solche Intrusion in einen Vulkanausbruch münden würde oder nicht, sie dennoch die geothermalen Systeme rund um Heisswasserversorgung und Heizung in der Region, sowie die Erdwärmekraftwerke in der Region tangieren würde.
Als Intrusion bezeichnet man eine vertikale oder steil abfallende Schicht aus Magmagestein, die sich bildet, wenn Magma durch Risse im Gestein nach oben zur Oberfläche drängt.
Páll sagte den Journalisten, es habe an drei oder vier Orten in Reykjanes bereits Intrusionen gegeben, die zwar bislang keine grossen Probleme verursacht hätten, doch eine solche Intrusion am falschen Ort könne der Infrastruktur dauerhaften Schaden zufügen.

Zur Zeit besteht keine Gefahr. Páll erklärte jedoch, dass der Ausbruch am Fagradalsfjall vom letzten Jahr nur Teil einer komplexen Ereigniskette auf der vulkanisch aktiven Halbinsel sei. Für die Zukunft gebe es daher eine ganze Reihe von möglichen Szenarien, darunter vulkanische Aktivität an Land oder im Meer, oder eine Intrusionsaktivität in der Nähe der Geothermalgebiete Krýsuvík und Svartsengi, dem Naturschutzgebiet Heiðmörk oder den Bláfjöll, einem beliebten Wintersportgebiet.
Vulkanausbrüche in Reykjanes verliefen in der Regel als kleine bis mittlere Fissureruptionen. Die Hauptstadt könnte sich durchaus auf auch schwerere Erdbeben einstellen müssen, auch wenn dies nicht vorhersagbar sei.

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