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Photo: Dagmar Trodler.

Lawinen und Schneesturm kennzeichnen Ostern 2024

Seit dem Morgen hat sich das Wetter im Nordteil des Landes zusehends verschlechtert, und vielerorts sind nicht nur Strassen gesperrt, sondern auch Autofahrer sassen im Schnee fest und mussten auf Hilfe warten, die nur langsam vorankam.

Lawine und Sperrungen der Ringstrasse
Gegen Mittag fiel eine Schneelawine im Ljósaskarð auf den Ringstrassenabschnitt zwischen der Region Mývatn und der Strasse nach Akureyri. Dort gibt es eine Vollsperrung. Wegen starken Schneefalls kann mit Räumungsarbeiten vermutlich erst morgen begonnen werden.

Die Ringstrasse 1 ist ab dem Möðrudalsöfæfi unbefahrbar, sowie Öxnadalsheiði, Þverárfjall, Dalsmynni, der Vikurskarð, dazu alles rund um Siglufjörður und die Strassen rund um Blönduós vom Vatnsskarð herunterkommend sind ebenfalls nicht befahrbar. Am Vatnsskarð mussten Mitglieder der Rettungsteams einige Fahrzeuge sogar den Berg hinunterfahren, nachdem die Autofahrer sich nicht trauten, im Convoi mit den Rettungsfahrzeugen zu fahren.  Auch an der Westseite des Eyjafjörður im Raum Dalvík steckten am Mittag Dutzende von Fahrzeugen im Schnee fest.
Bei umferdin.is sieht man alle Sperrungen auf einen Blick. Die meisten Strassenabschnitte bleiben bis morgen gesperrt.

Schneesturm auf der Piste
Die Betreiber des Skigebietes am Hlíðarfjall in Akureyri mussten nach einem strahlenden Vormittag am Mittag ihren Skilift abstellen und das Gelände sperren, als der Schneesturm auch die Pisten erreichte. Ostern ist eins der grössten Wochenende für das Skigebiet.
Gestern sind vier ausländische Skigäste im Fnjóskadalur in einer Schneelawine gelandet, eine Person wurde bei dem Unfall erheblich verletzt und musste von ihren Kollegen aus der Lawine gegraben werden.

Grosseinsatz bei Skiunfall
Jón Þór Viglundsson sagte mbl.is, die Rettungsaktion sei für die Retter sehr gefährlich gewesen, nicht etwa weil sich die Skifahrer so weit obenbefanden, sondern weil soviel Schnee gefallen war. Dadurch bestand Gefahr dass die Retter selbst weitere Lawinen in Bewegung setzten. An der Aktion waren rund 130 freiwillige Retter beteiligt, sowie 20 Fahrzeuge, 24 Motorschlitten, Suchhunde, ein Schneekettenfahrzeug, Drohnen und zwei Krankenwagen.

Auch andernorts im Eyjafjörður, an den Hängen der Halbinsel Tröllaskagi, in den nördlichen Westfjorden und in den Ostfjorden besteht Lawinengefahr.

Seyðisfjörður abgeschnitten
Die Stadt Seyðisfjörður im Osten der Insel ist seit drei Tagen von der Aussenwelt abgeschnitten, weil die Fjarðarheiði wegen Schneesturms gesperrt wurde. Die auf 600 Metern liegende Bergstrasse ist die einzige Verbindung des Fährhafens zum Rest der Insel. In Seyðisfjörður selbst ist das Wetter relativ ruhig. Wenn sich das Wetter am Berg nicht bald bessert, könnten im einzigen Geschäft am Ort die Lebensmittel knapp werden. Ein Tunnel durch den Berg steht auf dem Verkehrsplan der Regierung an oberster Stelle, allerdings deckt die Liste die kommenden 15 Jahre ab, ein wenig müssen sich die Leute von Seyðisfjörður also noch in Geduld üben.

Die Behörden raten dringend, jegliche Reisen vor allem im Norden auf morgen oder übermorgen zu verschieben.

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