Lavafeld in den Geldingadalir hat nun einen offiziellen Namen: Fagradalshraun Skip to content
Lava flowing from the crater in Geldingadalur on the Reykjanes Peninsula
Photo: Golli. Lava flowing from the crater in Geldingadalur on the Reykjanes Peninsula.

Lavafeld in den Geldingadalir hat nun einen offiziellen Namen: Fagradalshraun

Kultusministerin Lilja Dögg Alfreðsdóttir hat in der vergangenen Woche offiziell den Namen der neuentstandenen Landschaft rund um den Vulkanausbruch auf der Halbinsel Reykjanes bestätigt. Das Lavafeld in den Geldingadalir soll den Namen Fagradalshraun tragen.

Der Stadtrat hatte den Namen beschlossen, so wie es das Gesetz zu Ortsnamen in der Natur vorschreibt, und der Vulkanausbruch liegt ja innerhalb des Grindavíker Gemeindebereichs. Es hatte unter 340 eingesandten Vorschlägen aus der Bevölkerung zwei gegeben, die am häufigsten genannt wurden – Fagrahraun (schöne Lava) und Fagradalshraun (Schöntallava).
Die Vorschläge wurden dem Ausschuss für Ortsnamen vorgelegt, dem die Ministerin vorsitzt. Dort war man der Ansicht, die beiden bereits existierenden Ortsnamen seien ausreichend, worauf der Stadtrat sich für Fagradalshraun entschied, berichtet Kjarninn.

Der Vulkanausbruch ist nun seit vier Monaten im Gange. Inzwischen mehren sich die Zeichen, dass die Aktivität nachlässt.
Der Geologe Magnús Tumi Guðmundsson sagte in einem Interview auf RÚV, es scheine so, als ob sich die Magmamenge, die direkt aus dem Erdmantel nach oben gefördert wird, immer weiter verringere.
“Es ist wahrscheinlich, dass wir auf einen zurückgehenden Vulkanausbruch schauen, der dann irgendwann ganz aufhört, aber es ist sehr schwierig, da einen Zeitpunkt zu setzen,” sagte der Geologe.
Damit ist auch unklar, wie weit die neugetaufte Fagradalshraun sich noch ausbreiten wird.

Gestern Abend und die Nacht davor hatte es spektakuläre Fontänen in den Livecams zu sehen gegeben, und der Feuerschein war aus weiter Entfernung her zu sehen gewesen. Dennoch nimmt die Lavamenge insgesamt langsam ab. Zuvor war sie auch nach Nátthagi geströmt, doch inzwischen beträgt die Lavamenge nur noch 60 bis 65 Prozent der Menge vom Juni und Mai.

Währenddessen haben die Einsatzkräfte alle Hände voll mit Touristen zu tun, die auf die erstarrte Lava laufen, um bessere Fotos schiessen zu können. Am Wochenende hatte sich ein Paar mit Kleinkind auf die Wanderung gemacht, trotz aller Warnungen, und Kinder wurden beim Spielen auf dem Lavafeld in Nátthagi beobachtet, obwohl Gasgefahr bestand. Auch weiterhin ist es lebensgefährlich, auf der Lava herumzulaufen, weil man nicht weiss, wo sich unter der Oberfläche Ströme mit glühender Lava befinden, in die man einbrechen kann.
Die Polizei von Suðurnes weist noch einmal darauf hin, dass solches Verhalten die Einsatzkräfte in eine “hoffnungslose Lage versetze”, wenn es zum Schlimmsten komme. Eine Rettung aus der glühenden Lava ist nicht möglich.

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