Landhebung an der Askja, Vulkan wird engmaschig überwacht Skip to content

Landhebung an der Askja, Vulkan wird engmaschig überwacht

An der Askja hat sich das Land um einige Zentimeter gehoben, nachdem es 40 Jahre lang abgesunken war, berichtet Vísir. Zuletzt war der Vulkan im Jahr 1961 ausgebrochen, die Absenkung war jedoch schon 1983 festgestellt worden. In einer Mitteilung der Vulkanabteilung beim isländischen Wetteramt heisst es, dass die Hebung seit Anfang August im westlichen Teil des Öskjuvatn in Nähe des Kraters Ólafsgígur festgestellt worden ist. Die GPS-Messstation dort ermittelte eine Hebung um fünf Zentimeter pro Monat.

Nach Aussage von Freysteinn Sigmundsson, Geologe am Geologischen Institut der Universität, könne man auch einen erhöhten Druck an den Wurzeln des Vulkans messen.
Damit wächst die Chance auf einen Vulkanausbruch an dem nordisländischen Touristenhighlight allerdings nicht unbedingt. Freysteinn bestätigt jedoch, jetzt sei die Zeit gekommen, den Vulkan gut zu überwachen, weil möglicherweise Magma in die Wurzeln des Systems eingeströmt sei.

Das ist schon des öfteren passiert, ohne dass es einen Ausbruch gab, weil sich die Lage wieder beruhigt hatte. Die Ereignisse können aber genauso gut Vorboten einer Eruption sein. “Weil der Vulkan vollkommen ruhig gewesen ist, darf man sagen, dass es korrekt ist, dies ernst zu nehmen,” erklärt Freysteinn. Noch bebt es nur verhalten in der Region, das muss jedoch nicht so bleiben. “Es ist normal, dass Erdbeben ein bisschen später dazukommen. Dass Bewegungen in der Erdkruste die ersten Anzeichen sind, ist nicht ungewöhnlich.”

Ein Vulkanausbruch in der Missetäterwüste (Ódáðahraun) hätte kaum Auswirkungen auf bewohnte Gebiete, denn für einen explosiven Ausbruch braucht es mehrere Magmaarten, die zusammenwirken.
Freysteinn macht sich da schon eher Sorgen um Touristen in der Region, die von einem vulkanischen Geschehen kalt erwischt würden. Dazu würde beispielsweise ein Ausbruch im See Öskjuvatn zählen, der heftigen Aschefall mit sich bringen würde. Freysteinn bezeichnet die Spekulationen als Zukunftsmusik, erst mal werde man Askja engmaschig überwachen und schauen, wohin die Reise dort geht.

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