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Photo: Icelandic Lamb.

Lammfleisch: Hohe Nährwerte und keine Schwermetalle

Eine neue Studie im Auftrag des Lebensmittelforschungsinstitutes Matís zu Nährwert und Nutzung von isländischem Lammfleisch bescheinigt der Fleischsorte einen guten Gehalt an Proteinen, Vitamin B12, Folsäure, Kalium und Zink. Sie bestätigte ausserdem, dass der Fettgehalt des Lammfleisches in den letzten Jahren gesunken ist.

Die Resultate sollen Bændablaðið zufolge bei Vermarktung und Preisgestaltung des Produktes helfen. Die Studie war mit finanzieller Unterstützung des Lebensmittelfonds für das Marketingbüro Icelandic Lamb angefertigt worden. Im Wesentlichen ging es um eine Bewertung der Verwertungsraten sowie um Nährstoffanalysen von Fleisch und Nebenprodukten.

Weniger Fett, keine Schwermetalle
Die letzte derartige Studie stammte aus den Jahren 2004 und 2005. Besonders der gesunkene Fettanteil im Fleisch ist bemerkenswert, heute liegt er bei 16 % für Lammfleisch insgesamt (10% für die Keule), vor 10 Jahren hatte er noch bei 19% (12% für die Keule) gelegen. Bei den Innereien sank der Fettgehalt von 28% auf 24%.
Der Vitamin B12 Gehalt war zuvor nicht gemessen worden, liegt der Studie nach jedoch höher als bei anderen Lebensmitteln. Insgesamt waren 63 Schlachtkörper aus allen Kategorien untersucht worden. Die Fleischnutzung lag bei 59%, die Gesamtnutzung des Schlachtkörpers bei 92%, es gab also kaum Abfall. Immer mehr isländische Startup Unternehmen nutzen Erzeugnisse aus der Fleischverarbeitung, um neue, hochwertige Produkte herzustellen. Hervorzuheben ist, dass neben dem hohen Gehalt an den oben genannten Nährstoffen Schwermetalle wie Quecksilber, Kadmium, Blei oder Arsen nicht messbar waren, und zwar weder im Fleisch noch in den Innereien.

Wertvolles Lebensmittel der Zukunft
Nicht nur Startups nutzen Innereien, Erzeugnisse wie Blut- und Leberwurst stellen im isländischen Alltag ein beliebtes und günstiges Lebensmittel dar. „Slátur“, Leberwurst, wird gerne mit warmem Milchreis oder Skyr verzehrt und gehört in isländischen Kindergärten und Schulen zum Speiseplan.
Ólafur Reykdal, der Projektleiter bei Matís, sieht vor allem in den nährstoffreichen Innereien einem steigenden Wert für die kommenden Jahre. Durch die Studienergebnisse könne dem Konsumenten zudem nun exakte Information zum Nährstoffgehalt vermittelt werden.
Besonders freuten Ólafur die Ergebnisse zum hohen Nutzungsanteil der Schlachtkörper, er liegt bei 92%, es gibt also kaum noch Abfall. Lammfleisch befinde sich damit auf einer Linie mit Erzeugnissen aus dem Fischfang. Immerhin werde ja auch die Entsorgung von Schlachtabfall immer kostspieliger.

Inlandsproduktion gesunken
Anfang Februar hatte das Statistische Amt Zahlen zu Fleischproduktion und Fleischimport veröffentlicht, demnach war die Schaffleischproduktion zwischen den Jahren 2020 und 2023 von 9,477 Tonnen auf 8,403 Tonnen gesunken. Gleichzeitig waren 20 Tonnen Lammfleisch importiert worden, der Export war um 43% gesunken. Der höchste Importzuwachs, fast 50%, war bei Rind, Geflügel und Schweinefleisch zu verzeichnen. Nach Aussage eines Schweinezüchters komme die gestiege Nachfrage nach Schweinefleisch vor allem aus dem Tourismus.

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