Lachszucht: 450.000 tote Lachse nach besonders kaltem Winter Skip to content
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Photo: Screenshot Laxaþjóð, Youtube.

Lachszucht: 450.000 tote Lachse nach besonders kaltem Winter

Rund 300.000 Zuchtlachse sind im März diesen Jahres in Meereszuchtgehegen des Lachskonzerns Arnarlax in den Westfjorden verendet. Unter anderem werden Wintergeschwüre für das Massensterben verantwortlich gemacht. Im gesamten Land verendeten im letzten Monat etwa 450.000 Zuchtlachse, das ist doppelt soviel wie im gleichen Zeitraum des letzten Jahres und etwas weniger als im Jahr 2022, berichtet Heimildin.

Qualvoller Tod in eisigem Wasser
Wintergeschwüre entstehen in besonders kalten Wintern mit entsprechend niedrigen Meerestemperaturen, die sich negativ auf den Zuchtlachs auswirken. Von den 450.000 verendeten Zuchtfischen im Land hatten sich zwei Drittel im Besitz des Arnarlax Konzerns befunden. Die meisten toten Lachse (290.000) verendeten im März im Arnarfjörður. Ende Februar schwammen 18 Millionen Zuchtlachse in den Meeresgehegen rund um die Insel, 2,5 Prozent des Gesamtbestandes sind im letzten Monat verendet.
Diese Zahlen stammen aus einer Mailantwort der Veterinäraufsichtsbehörde (MAST) an Heimildin. Der Behörde ist es nicht gestattet, die Verluste nach Unternehmen aufzuteilen. Allerdings sei das Massensterben besonders gross bei Arnarlax gewesen. „Hauptgrund des Verlustes sind Moritella viscosa, Parvicapsulose und Tenacibaculum.“
Moritella verursacht Wintergeschwüre und ist verursacht besonders schwere Schäden in der isländischen Fischzucht, weil das Meer hier so kalt ist. Parvicapsulose ist eine Parasitenerkrankung, die hierzulande zum ersten Mal im Jahr 2019 diagnostiziert wurde. Die Bakterie Tenacibaculum verursacht Geschwüre an den Flossen und führt zum Tod des Fisches.

Sensible Daten nicht kommentiert
Die Fischzuchtstatistiken bei MAST sind wegen eines Systemfehlers derzeit deaktiviert, daher hatte Heimildin die Informationen per Email direkt von der Behörde erhalten. Arnarlax Direktor Björn Hembre wollte sich auf Anfrage des Magazins nicht äussern, weil es sich um wirtschaftlich sensible Daten handle. Sein Unternehmen werde den Schaden im Vierteljahresbericht Mitte Mai behandeln, liess er wissen.

Bemerkenswert sei, so schreibt Heimildin, dass diese Zahlen verendeter Zuchtlachs in isländischen Meeresgehegen zwar hoch seien, doch trotz des bakteriellen Hintergrunds seien sie nicht ungewöhnlich hoch. Im März 2022 seien rund 470.000 Zuchtlachse in Meeresgehegen verendet, damals hatte sich der Gesamtbestand auf 15 Millionen Zuchtfische belaufen. Der Anteil verendeter Zuchtfische hatte demnach bei 3,1 Prozent gelegen.

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