Korallenriffs vor der Küste Islands entdeckt Skip to content

Korallenriffs vor der Küste Islands entdeckt

Vor der Südküste Islands sind ausgedehnte Korallenriffe entdeckt worden, von denen einige durch den Fischfang zerstört sind, berichtet RÚV. Wissenschaftler hoffen, noch weitere solcher Korallengebiete zu finden.

Die meisten Isländer verbinden Korallenriffe wohl eher mit Australien, wo weltweit die grössten ihrer Art zu finden sind. Isländische Wissenschaftler haben nun jedoch Korallenriffe vor der isländischen Küste entdeckt. Vor etwa 20 Jahren hatten sie damit begonnen, Schiffskapitäne nach solchen Gebieten zu befragen, und wo man wohl danach suchen könnte, und vor einigen Jahren war dann eine grossangelegte Kartierung des Meeresbodens begonnen worden.
Sie zeigte auf, dass es vor der Südküste der Halbinsel Reykjanes und noch weiter westlich ausgedehnte Korallenriffe gibt.

“Das sind Tiefseekorallen. Die suchen sich kälteres Wasser, man findet sie in grösserer Tiefe. Unsere Korallen hier in Island findet man in einer Tiefe von 200 bis 600 Metern und das sind eigentlich die gleichen Korallenarten, das sind Steinkorallen. Aber die Korallen hier in Island sind Raubtiere, die brauchen kein Sonnenlicht wie die Korallen in Australien,” erklärt Steinunn Hilma Ólafsdóttir, eine Meeresexpertin beim Marineforschungsinstitut, die zusammen mit Kollegen an der Kartierung der Riffs arbeitet.

Fischfang hat vieles zerstört
Die Korallenriffe in Australien haben in den vergangenen Jahrzehnten stark gelitten, und ein grosser Teil der Korallen ist durch den Anstieg der Meerestemperatur zugrunde gegangen. Diese Gefahr wird für die isländischen Korallen nicht angenommen, dennoch sind auch diese Riffs in Teilen stark zerstört.
“Wir haben Korallengebiete gesehen, die kaputt sind, wenn man das so sagen darf, komplett zerstört, weil sie in Fischfanggebieten liegen. Dann haben wir Korallengebiete gesehen, die wirklich schön sind, gross und ausgedehnte Gebiete mit riesigen Riffs.”

Einige Fischfanggebiete sind bereits gesperrt worden, um die Riffs zu schützen. Steinunn Hilma glaubt, es gibt noch mehr solcher Korallenriffs vor der Küste als die, die man bereits kartiert hat. “Wir hoffen, dass wir auch weiterhin diese Gebiete erforschen können, denn da sind noch mehr solcher Korallengebiete, die wir gerne erfassen wollen, wo die sich befinden.”

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