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Photo: Screenshot from Vísir.

Klimawandel wird Küstengebiete in Island kosten

Auch in Island müssen sich die Menschen auf Auswirkungen des Klimawandels gefasst machen, glaubt der Leiter der isländischen Wetterbehörde, Veðurstofa Íslands. Denn selbst wenn man von heute auf morgen alle Treibgase auf Null reduzieren würde, sei es nicht mehr möglich, klimabedingte Naturkatastrophen noch zu verhindern.
Die Versauerung der Meere und der Anstieg des Meeresspiegel gehören zu diesen Auswirkungen, und sie sind in den Eishöhlen deutlicher zu sehen als anderswo. Neusten Forschungen zufolge könnte das Abschmelzen des Grönlandgletschers zu einem Anstieg des Meeresspiegels von bis zu 30 Zentimetern führen, und das noch vor der nächsten Jahrhundertwende. Pessimistischste Prognosen gehen sogar von einem Anstieg von bis zu zwei Metern aus. Das würde Island direkt und dramatisch betreffen.

Ein Sommer wie 2022 könnte bald normal sein
Árni Snorrason, der Leiter der isländischen Wetterbehörde, sagt, die Entwicklung sei schon heute nicht mehr aufzuhalten. Klar sei das schon lange in Bezug auf Schnee und Eis in den Bergen, in den Alpen und anderen Hochgebirgen, aber nun sei es kaum noch möglich, den Prozess abzuwenden.
Hinzu komme ein dramatischer Trinkwassermangel in Europa, der Boden sei staubtrocken. In den Alpen sei kaum Schnee gefallen, dafür schmelzen die Gletscher wie nie zuvor. Man müsse der Tatsache ins Auge blicken, dass ein Sommer wie dieser um das Jahr 2100 herum ähnlich und ausfallen oder sogar als normal gelten werde.

Bebaubare Küstenstreifen werden verschwinden
In Island stelle der Anstieg des Meeresspiegels eine grosse Herausforderung dar, weil bislang bebaubare Küstengebiete verschwinden würden, ähnlich wie in Bangladesh. Darauf müsse beim Neubau von Infrastrukturen in Reykjavík und andernorts im Lande geachtet werden.
“Da muss man natürlich Szenarien und Risikogutachten vorlegen, um diesen Herausforderungen zu begegnen, damit unsere Reaktion darauf am wenigsten kostet,” meint Árni.
Mit der Energiebranche arbeite man schon lange zusammen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt, die Gletscher und vieles andere zu untersuchen. Die Regierung bereite ein Regelwerk zur Anpassung vor und habe ihre Ziele in einem Weissbuch niedergeschrieben. Ausserdem sei ein Massnahmenkatalog für die meisten Bereiche der Gesellschaft vorgesehen.
“Es ist vollkommen klar, dass die Veränderungen der Weltmeere eines der Schlüsselthemen der Zukunft sind. Aber auch in den Kommunen gibt es Veränderungen im Wasserfluss, bei der Entwässerung und den Abwasserthemen, die eine große Herausforderung darstellen.“ erklärt Árni Snorrason.

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