Kein gutes Jahr für Adlerbestand in Island Skip to content
eagles in iceland
Photo: Haförn Hafernir.

Kein gutes Jahr für Adlerbestand in Island

Für die isländischen Adler ist das Jahr 2022 im Gegensatz zu früheren Jahren kein besonders gutes gewesen. In diesem Sommer hat es zwar mindestens 58 nistende Adlerpaare gegeben, aber bei nur 27 von ihnen schlüpften insgesamt 38 Küken. Im Jahr 2021 hatten 45 nistende Paare 58 Küken grossgezogen.

Experten schieben den Umstand auf das nasskalte Wetter im Frühjahr, denn das Brutergebnis war umso schlechter, je weiter nördlich die Adler nisteten.
Seit 2019 benutzt man GPS Tracker, um Habitate und Bewegungsradien von jungen Adlern zu verfolgen. In diesem Jahr sind 14 flügge gewordene Jungadler mit solchen Transmittern ausgerüstet worden. Drei von ihnen verendeten aus unbekannten Gründen, die anderen befinden sich noch in ihren Nestern, die sie nach dem Winter verlassen.
Die jungen Adler tragen die Transmitter ihr ganzes Leben lang, damit erhoffen die Wissenschaftler sich Informationen zu ihren Flugrouten und dazu, ob die Routen sich ändern. Das kann am Ende dabei helfen, Regionen als Habitate auszuwählen, wo die Adler besonderen Schutz geniessen, und wo die Errichtung von Infrastrukturen wie etwa Windräder Beschränkungen unterliegt.

Trotz der geringen Kükenzahl hat sich der isländische Adlerbestand dank der Schutzmassnahmen in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Allein in Westisland leben 92 Adlerpaare, die meisten nisten rund um den Faxaflói.
Das Adlermonitoring wird als Gemeinschaftsprojekt der Universität Islands, dem Naturforschungszentrum Westisland und Anwohnern der Regionen durchgeführt.

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