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Photo: Photo: Berglind. The Glacier Lagoon in East-Iceland.

Jökulsárlón: Infrastruktureller Aufbau durch Kapital vor Ort

An der Gletscherlagune Jökulsárlón sind für die Erschliessung des Besuchsgeländes Investitionen in Milliardenhöhe notwendig, und der Nationalpark steht jetzt vor der Entscheidung, ob private Investoren sich an dem Aufbau beteiligen. Finanziers aus dem Anrainerumfeld möchten das Projekt gerne selber stemmen, damit der Gewinn in der Gemeinde verbleibt, berichtet RÚV.

Teurer Aufbau für Millionen
Rund eine Million Touristen sind im vergangenen Jahr an die Gletscherlagune am Breiðamerkursandur gereist, in diesem Jahr könnten es noch mehr werden. Seit letztem Sommer ist eine Parkplatzgebühr fällig, die touristische Infrastruktur an der Lagune konnte jedoch nicht Schritt mit dem Besucheransturm halten.
Ideen zu einem Besucherzentrum sind ehrgeizig. Geplant sind eine thematische Ausstellung, viele Toiletten – der eigentlich grösste Mangel an der Lagune – aber auch Räumlichkeiten für Gastronomie und einen Souvenirshop.
„Das sind doch ziemlich viele Quadratmeter, die man da bebauen muss, dann muss der Parkplatz ausgebaut werden, und es braucht Wohnraum für all die Leute, die vor Ort arbeiten,“ sagt Steinunn Hödd Harðardóttir, eine Rangerin, die im Ostteil des südlichen Nationalparks tätig ist. „Das wird ein sehr grosses und sehr teures Projekt, das sich sicher auf mehrere Milliarden Kronen beläuft,“ schätzt sie.

Anwohner wollen lokale Finanzierung
Erste Gespräche mit Privatinvestoren und dem Staat haben bereits stattgefunden. Das Ministerium hat die Entscheidung in die Hände des Nationalparks gelegt. In der Heimatgemeinde der Gletscherlagune steigt der Druck, eine Immobiliengesellschaft unter dem Dach des Tourismusverbandes Ost-Skaftafellssýsla zu gründen und Kapital vor Ort zu nutzen.  Schon jetzt haben eine ganze Reihe an Privatpersonen und Unternehmen vor Ort ihre finanzielle Beteiligung an der Gesellschaft zugesagt, damit der Gewinn aus dem Lagunenprojekt vor Ort in der Gemeinschaft verbleibt.
„Welcher Weg man hier auch immer einschlägt, die Entscheidung wird unter Berücksichtigung der Interessen der regionalen Gemeinschaft getroffen. Gesetze und Ziele des Nationalparks sehen vor, dass das Gewerbe in der Gemeinschaft vor Ort gestärkt werden,“ erklärt Steinunn Hödd.

Die Gletscherlagune gehört zum südlichen Teil des Nationalparks Vatnajökulsþjóðgarður und steht unter Naturschutz. Als der Hof Fell im Jahr 2017 zwangsversteigert wurde,  nutzte der Staat sein Vorkaufsrecht und erwarb die Länderei, an deren Ostufer die Lagune liegt.

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