Isländischer Staat kauft Hellisfjörður auf Skip to content

Isländischer Staat kauft Hellisfjörður auf

Der isländische Staat hat den Fjord Hellisfjörður in Ostisland aufgekauft, berichtet RÚV. Ein deutscher Unternehmer hatte den Kauf des Fjords für 40 Mio. ISK (291.000 Euro) abschliessen wollen, als das Umweltministerium der Regierung nahelegte, von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen, um den Kaufvertrag zu übernehmen. Ziel des Kaufs ist es, das weitgehend unberührte Land vor infrastruktureller Veränderung zu bewahren.

Dem isländischen Naturschutzgesetz nach hat der Staat Vorkaufsrecht für Land und anderen Besitz, welcher in Teilen oder ganz im nationalen Register für Naturdenkmäler aufgeführt ist. Der Landbesitz im Hellisfjörður, einem nur per Boot zugänglichen Fjord südlich von Neskaupstaðir, erstreckt sich über eine Fläche von 1900 Hektar.

In dem Fjord hatte sich im frühen 20. Jahrhundert eine Walfangstation befunden. Derzeit ist er unbewohnt, auch wenn dort eine Reihe von Sommerhäusern steht. Es gibt keine Stromversorgung, und auch keine Strasse in den Fjord. Im Naturschutzplan 2009-2013 sollte der Fjord als Naturreservat deklariert werden.

Umweltministerium und Institut für Naturgeschichte bezeichnen den Fjord als einzigartig und schützenswert. In einem Brief des Umweltministeriums an das Finanzministerium hiess es, der Fjord sei eine unbewohnte Wildnis, die kaum durch Menschenhand berührt ist, es sei daher wichtig, der Natur in der Region freien Lauf zu lassen. Flora und Fauna reagierten besonders sensibel auf jegliche Störung. In dem Fjord wachsen seltene Pflanzenarten, einige von ihnen sind vom Aussterben bedroht, der Schutz der Region wurde für auf globaler Ebene wichtig befunden.

Der deutsche Unternehmer Sven Jacobi hatte das Land durch das isländische Unternehmen Vatnssteinn erworben, welches im Steuerregister unter Aquafarming geführt wird. Sven hatte den Gemeindevertretern im Osten gesagt, er hoffe, das Angeln in der Region voranzutreiben und denke auch über den Bau eines Hafens nach.

Die isländische Regierung hat ihr Vorkaufsrecht schon mehrfach genutzt, um schützenswerte Regionen aufzukaufen. Dazu gehören Teigarhorn bei Djúpivogur (Ostisland), Fell an der Gletscherlagune (Südisland) und das Land rund um den Geysir (Südwestisland).

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