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Insel Vigur geht an isländischen Käufer

Für die im Ísafjarðardjúp liegende Insel Vigur ist ein Kaufangebot akzeptiert worden, der Kauf ist jedoch noch nicht abgewickelt. Wie RÚV berichtet, hat eine junge isländische Familie den Kaufpreis aufgebracht, um den bestehenden Betrieb auf der Insel fortzuführen und eventuell auszubauen.

Die Insel hatte etwa ein Jahr lang zum Verkauf gestanden. Vor allem ausländische Kaufinteressenten hatten grosses Interesse gezeigt. Ende Juli war dann das Kaufangebot eines ausländischen Interessenten wegen der strengen Seuchenschutzgesetze für Haustiere zurückgezogen worden.

Danach hatte die Insel wieder zum Verkauf gestanden, das Mindestgebot lag bei 330 Mio ISK.

Im vergangenen Jahr hatte der Bürgermeister von Ísafjörður in einem Interview die Besorgnis der Bürger zum Ausdruck gebracht, dass die Insel für die Öffentlichkeit gesperrt würde, sollte ein Reicher sie erwerben. Er wünsche sich, dass der Staat das Inselchen kaufe, damit es für die Allgemeinheit erhalten bleibe, zumal es ein historisch bedeutsamer Ort sei, der dem Volk gehören müsse.

Vigur ist eine von drei Inseln im Ísafjarðardjúp und wird die Perle genannt. Der landwirtschaftliche Betrieb dort ist inzwischen dem Fremdenverkehr gewichen, die Familie, die die Insel nun verkauft, hatte dort seit dem Ende des 19. Jahrhundert gelebt und gewirtschaftet.

Der Aufkauf von Ländereien durch reiche Ausländer ist seit Jahren Streitthema in Island. Erst kürzlich hatte der Staat sein Vorkaufsrecht genutzt und einen abgeschiedenen Fjord im Osten des Landes in ein Naturschutzgebiet verwandelt. Der ausländische Kaufinteressent hatte dort eine Fischzucht aufbauen wollen.

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