"Hungerteller" auf der Skagaheiði Skip to content
Photo: Guðmundur Sveinsson.

“Hungerteller” auf der Skagaheiði

In diesem bislang sehr kalten und schneereichen Winter hat es sicher genug der Fotomotive gegeben, ein eher ungewöhnliches kam dem Schneehuhnjäger Guðmundur Sveinsson vor einigen Wochen vor die Linse: sogenannte hungurdiskar, Hungerteller, im Englischen auch pancake ice genannt.
Er fand sie auf der Skagaheiði, behielt nähere Ortsangaben jedoch für sich. Feykir schreibt, zu dem Begriff hungurdiskar seien so gut wie keine Erklärungen zu finden, aber der Facebookblog des Meteorologen Trausti Jónsson trage diesen Namen.

Trausti erklärt, der Wetterexperte Jón Eyþórsson habe den Begriff aus einem Gedicht von Matthías Jochumsson übernommen. Dieses Gedicht, Hafísinn, war im Jahr 1881, einem der kältesten Jahre seit Menschengedenken, in Akureyri entstanden. Matthías fasst in seinen Zeilen den Schrecken und das Elend in Worte, welches “des Landes alter Feind”, mit sich bringt – unter anderem die Hungerteller.

Im Jahr 1967 übersetzte Jón Eyþórsson ein Buch des Polarforschers Friðþjóf Nansen, in dem eine Zeichnung dieser Hungerteller im Meer zu finden war, und Jón übernahm den Begriff, der zuvor im Englischen nur als pancake ice bekannt gewesen war. Im Meer nehmen die Eisbrocken eine eher unregelmässige Gestalt an, in der Strömung eines Flusses können sie jedoch zu Tellern geformt werden.

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