Hundebrucellose in Island gefunden Skip to content

Hundebrucellose in Island gefunden

Die Veterinäraufsichtsbehörde MAST hegt den Verdacht, dass die Infektionserkrankung Hundebrucellose bei Hunden in Island gefunden wurde. RÚV berichtet, dass diese Erkrankung in seltenen Fällen vom Hund auf den Menschen übertragen werden kann. Vor allem Kinder, Schwangere und Personen mit einem schwachen Immunsystem sind gefährdet. Hundebrucellose wurde zum ersten Mal in Island diagnostiziert.

Die MAST-Tierärztin Vigdís Tryggvadóttir beeilte sich klarzustellen, dass noch nicht ganz klar sei, ob es sich wirklich um Brucellose handle, doch sei dies hochwahrscheinlich. “Wir hegen den starken Verdacht. Wir haben Proben ins Ausland geschickt und hoffen, dass es sich nicht bestätigt.” Bis zu zwei Wochen müsse man auf die Ergebnisse warten.
In der Zwischenzeit hat MAST vorsichtshalber schon mal reagiert, Betroffene müssen ihre möglicherweise erkrankten Hunde in Quarantäne halten, und die Paarung dieser Hunde ist vorerst untersagt. Neben der Entnahme weiterer Proben werden die Hundebesitzer befragt, um eine mögliche Ausbreitung der Brucellose zu finden. Werfende Hündinnen müssen mit strengsten Hygienemassnahmen behandelt werden, bei Abort oder Totgeburten muss der Tierarzt informiert werden.

Zoonose für Tierärzte und Züchter gefährlich
Die Hundebrucellose ist eine Zoonose, d.h. sie kann auf den Menschen übertragen werden. MAST informiert, dass die Infektion sich bei Hündinnen in Abort, Totgeburt oder Welpentod kurz nach der Geburt äussert und beim Rüden in geschwollenen Hoden. Übertragen wird die Krankheit bei der Paarung. Körperflüssigkeiten, wie sie bei der Geburt auftreten, sind auch für Züchter und Veterinäre im Einsatz gefährlich.

Als Symptome beim Menschen werden Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Appetitverlust, Muskelschmerzen und geschwollene Lymphknoten genannt. Sie können bis zu einem Monat nach der Infektion auftreten, übertragen sich jedoch nicht von Mensch zu Mensch. Der Erreger kommt weltweit vor, in Europa ist er vor allem in England, Südfrankreich, Rumänien und Ungarn verbreitet.

Die Quarantäne für importierte Haustiere war 2019 von vier Wochen auf zwei Wochen verkürzt worden. Für Haustiere ukrainischer Flüchtlinge, die normalerweise gar keine Einfuhrerlaubnis erhalten hätten, wurde im März eine Ausnahmegenehmigung erteilt, diese Tiere müssen vier Monate in Quarantäne und sämtliche notwendigen Impfungen erhalten.

 

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