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Hubschrauber landete illegal in Hornstrandir

Anfang vergangener Woche ist eine Gruppe amerikanischer Touristen mit zwei Hubschraubern in das Naturschutzgebiet Hornstrandir geflogen worden, berichtet Vísir. Hubschrauberflüge und Landungen sind in dem Naturschutzgebiet verboten. Die Umweltbehörde hat den Fall nun zur Anzeige gebracht.

Die Polizei in den Westfjorden berichtete in ihrer Wochenzusammenfassung von dem Vorfall. In dem Text heisst es, dass von der Umweltbehörde eine Strafanzeige wegen eines Hubschrauberfluges eingegangen sei, und dass die Polizei den Fall prüft.

Kristín Ósk Jónasdóttir, eine Expertin bei der Umweltbehörde, sagte im Gespräch mit Vísir, man sei dahintergekommen, dass dort amerikanische Touristen unterwegs gewesen seien, die mit zwei Hubschraubern von Reykjavík nach Ísafjörður geflogen worden waren. Von dort aus waren sie per Hubschrauber nach Hornstrandir gebracht worden und landeten in Fljótavík, wo sie von einem Boot abgeholt wurden. Nach der Bootsfahrt wurden sie nach Fljótavík zurückgebracht, wo der Hubschrauber für den Heimflug bereits auf sie wartete.

“Die Rangerin, die sich in dem Gebiet befand, hat den Hubschrauber gehört, und als sie nach Fljótavík kam, wo sie eigentlich etwas anderes zu erledigen hatte, da geht man nicht mal einfach so hin, das ist eine gute Stunde Fussweg, da erhält sie die Informationen über die Hubschrauber,” berichtet Kristín Ósk.
Sie sagt, Vorfälle in dieser Grössenordnung passierten normalerweise so gut wie nie. Man habe es daher für nötig befunden, einen Bericht zu schreiben und die Sache zur Anzeige zu bringen, es sei Aufgabe der Polizei, die Sache zu untersuchen. Kristín betonte, das Hubschrauberunternehmen trage Schuld, nicht die Touristen.

“Aber das passiert sehr selten. Wir haben in Kontakt gestanden mit dem Hubschrauberunternehmen und besprochen, was man darf und was nicht. Um mit dem Hubschrauber im Naturschutzgebiet landen zu dürfen, braucht es eine Genehmigung, und da gibt es nur Ausnahmegenehmigungen. Wir würden beispielsweise keinem normalen Touristen eine solche Genehmigung erteilen, der keine Lust hat, ins Boot zu steigen. Wir schützen die Umwelt, nicht nur die Natur und das Vogelleben, sondern auch die Stille. Und Hubschrauber passen da nur schlecht rein.”

In den vergangenen Wochen waren zahlreiche Privatjets aus den USA in Keflavík gelandet, an Bord waren amerikanische Touristen, die vom Aussenministerium eine Ausnahmegenehmigung für die Einreise erhalten hatten, denn der Schengenraum ist für Bürger der USA weiterhin gesperrt. Die Touristen mit dem Passierschein des Aussenministers hatten sich wie alle anderen Einreisenden einem COVD-Test unterziehen müssen.

 

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