Höhle unter den Jarðböðin bleibt weiter gesperrt Skip to content
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Photo: Umhverfisstofnun.

Höhle unter den Jarðböðin bleibt weiter gesperrt

Einer Entscheidung der Umweltbehörde zufolge bleibt die bei Bauarbeiten entdeckte Höhle unter dem Thermalbad Jarðböðin in Nordisland für weitere sechs Monate gesperrt. Die Sperrung aus Naturschutzgründen gilt bis zum 19. Oktober 2024. Auf der Webseite der Behörde heisst es, man benötige mehr Zeit, um eine dauerhafte Lösung für den Schutz der Höhle zu finden.

Der Minister für Umwelt, Energie und Klimafragen hat die Entscheidung der Umweltbehörde bestätigt. Während der Sperrung wird die Behörde Anstrengungen unternehmen, die Höhle unter Naturschutz zu stellen und den Schutz der seltenen Ablagerungen sicherzustellen.

Einzigartige geologische Formation
Die in der Höhle entdeckten Ablagerungen gelten als in Island einzigartig. Bei der chemischen Analyse hatte sich herausgestellt, dass es sich dabei um Kalziumkarbonat (CaCO3) handelt, welches in Lavahöhlen auf der ganzen Welt ausgesprochen selten vorkommt. In dieser nordisländischen Höhle sind die Kalziumgebilde zudem durch Erdwärme entstanden. Normalerweise bilden sich vergleichbare Ablagerungen eher durch tropfendes Grundwasser.
Die korallenartigen Ablagerungen befinden sich überall in der Höhle, vor allem am Boden und an den Wänden. Entstanden ist die Lavahöhle ist vor 8000 Jahren. Bei ihrer zufälligen Entdeckung im letzten Jahr war sie zum ersten Mal geöffnet und aus ihrer Isolation geweckt worden.

Lesen Sie mehr über die Höhle unter dem Thermalbad.

Hoher Schutzstatus
Die ständige Erdwärme in der Höhle schafft ein heissfeuchtes Klima, welches die Entstehung der Ablagerungen begünstigt. Damit handelt es sich bei dieser geologischen Formation wegen seiner Seltenheit und Sonderstellung um ein Phänomen mit sehr hohem Schutzstatus. Mit der Schließung will man sicherstellen, dass die geologischen Formationen in der Höhle nicht irreversibel zerstört werden. Im letzten Jahr hatten Geologen erklärt, dass schon die Atemluft von Besuchern das Höhlenklima ändere und damit die Ablagerungen verändere.

Während der Dauer der Sperrung kann die Umweltbehörde Zutrittsgenehmigungen zu Forschungszwecken erteilen, jeglicher anderer Verkehr ist allerdings verboten.

 

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