Höhere Strafen für Offroadfahren angedacht Skip to content
Photo: Dagmar Trodler.

Höhere Strafen für Offroadfahren angedacht

Die beste Waffe gegen das Offorad-Fahren ist Aufklärung, meint der isländische Umweltminister Guðmundur Ingi Guðbrandsson. Immer mehr Leute seien sich des Schadens bewusst, den das Fahren ausserhalb von befestigten Wegen verursacht. Er möchte auch die Bussgelder anheben.

Es dauert lange, bis die Spuren einer Offroadfahrt auf natürliche Weise verschwunden sind. Oft arbeiten Naturfreunde auch daran, die Spuren zu tilgen, doch wenn die Grasnarbe einmal zerstört ist, kann man nicht mehr viel machen.

Offroadfahren ist ein wachsendes Problem in Island, weil Reisende absichtlich die Regeln missachten. Erst kürzlich hatte ein russischer Social Media Zar mit seinem Offroadtrip öffentlich geprahlt. Er hatte sich eine Anzeige eingehandelt und musste eine saftige Strafe zahlen.

In diesem Sommer wurden weitere Reifenspuren entdeckt, als die Hochlandstrassen für den Verkehr geöffnet wurden. Es gibt Spuren bei Sogin auf der Halbinsel Reykjanes, die Mitarbeiter der Umweltbehörde entdeckten und meldeten, doch hofft man, diese Spuren vollständig beseitigen zu können.

Regierungsorganisationen stecken viel Zeit und Arbeit in die Bemühungen, das Fahren ausserhalb befestigter Strassen zu verhindern, sagt der Umweltminister. “Ich glaube, Aufklärung ist unsere Hauptwaffe, wenn wir über das Offroadfahren sprechen. Aber es gibt auch Regeln, und das Naturschutzgesetz besagt, dass Offroadfahren eine Geldstrafe nach sich zieht. Ausserdem können die Fahrzeuge beschlagnahmt werden, und Täter können sogar ins Gefängnis kommen.”

Die Polizei beurteilt jeden Fall gesondert. Die geringste Geldstrafe für Offroadfahren beträgt 350.000 ISK (2477 EUR), aber oft werden höhere Strafen verhängt. “Ich glaube, dass die Basis dieser Regel gut ist. Es kann sein, dass wir die Strafen erhöhen müssen, und das ist etwas, was ich sehr bereit bin zu prüfen,” sagte Guðmundur Ingi.

Die Aufgabe, Autofahrer aufzuklären, liegt meistenteils bei den Rangern. In diesem Jahr flossen 200 Mio ISK (1,4 Mio EUR) zusätzlich in das Naturschutzbudget, im kommenden Jahr sollen noch mal 300 Mio ISK (2,11 Mio EUR) dazukommen.

Im Jahr 2018 wurden Personen in 40 Fällen zu Geldstrafen wegen Offroadfahrens verurteilt. “Um die Wahrheit zu sagen, das Gesamtmanagement in dieser Angelegenheit ist in den vergangenn fünf bis zehn Jahren viel besser geworden. Sowohl bei der Polizei als auch bei den Rettungstrupps, die immer häufiger im Hochland zu finden sind. Also arbeiten Ranger, Rettungstrupps und Polizei gut in diesem Bereich zusammen. Das ist eine endlose Aufgabe, in der wir einfach weiterkämpfen müssen,” erklärte der Umweltminister.

Auf der Webseite der isländischen Strassenverwaltung finden Sie Karten zum Strassenzustand und Informationen darüber, was unter das Fahren ausserhalb befestigter Wege fällt.

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