Heisses Wasser aus Krýsuvík für Reykjavík im Gespräch Skip to content
Krýsuvík - Seltún - hverasvæði - Reykjanes
Photo: Golli.

Heisses Wasser aus Krýsuvík für Reykjavík im Gespräch

In diesen eisigen Tagen dreht sich alles ums heisse Wasser. Der Umwelt- und Bauausschuss der Gemeinde Hafnarfjörður drängte bei der letzten Gemeinderratssitzung auf die Wichtigkeit, eine Nutzung der Erdwärme in Krýsuvík zu prüfen. Wenn dies auf die richtige Art und Weise durchgeführt werde, so der Bürgermeister, könne die Erdwärme zu einer wichtigen Resource für das Hauptstadtgebiet werden.

Eine Absichtserklärung zur wissenschaftlichen Prüfung einer solchen Option war bereits zwischen Gemeinde und dem Energieunternehmen HS Orka unterzeichnet worden. Nun könnte es nach Einschätzung von Bürgermeisterin Rósa Guðbjartsdóttir bald losgehen.
Der Umwelt- und Bauausschuss hatte zuvor seiner Sorge über einen möglichen Heisswassermangel Ausdruck verliehen und den Kraftwerkplan ins Spiel gebracht. Ein solches Kraftwerk in Krýsuvík könnte mit dem Leitungssystem der Hauptstadt verbunden werden und die Belastung der Kraftwerke Hellisheiði und Nesjavellir mindern, bzw 30 Prozent ihrer Kapazität liefern, schreibt Fréttablaðið.

Bevölkerungszuwachs und Tourismus
Es gebe daher gute Gründe, die Prüfung eines solchen Projektes voranzutreiben, zumal für die kommenden Jahre mit einem signifikanten Bevölkerungszuwachs im Hauptstadtgebiet zu rechnen sei. Auch mit dem wachsenden Touristenstrom – für das kommende Jahr werden 2,2 Millionen Besucher auf der Insel (365.000 Einwohner) erwartet – steige die Nachfrage nach heissem Wasser.
Ein beschränktes Angebot an heissem Wasser sei in Kälteperioden inzwischen an der Tagesordnung, eine Nutzung der Erdwärme in Krýsuvík könne da Abhilfe schaffen und Versorgungssicherheit im Hauptstadtgebiet gewährleisten.
Rósa verweist darauf, dass es vieles zu bedenken gebe, bevor man eine Zusammenarbeit beschliesse, nicht zuletzt gelte es, die Natur in dem Gebiet zu schützen. “Es ist wichtig, das mit Vernunft und im Gleichgewicht mit der Natur zu betreiben, weil dies ein sensibles und schönes Gebiet ist. Diese Debatte gibt es schon länger und wir wollen das mit Umweltschutz im Fokus verwirklichen.”

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