Heftiges Erdbeben auf der Halbinsel Reykjanes Skip to content
earthquake Reykjanes
Photo: Almannavarnadeild ríkislögreglustjóra/Facebook.

Heftiges Erdbeben auf der Halbinsel Reykjanes

Ein Erdbeben der Stärke M5 hat sich gestern Abend kurz vor Mitternacht auf der Halbinsel Reykjanes ereignet. Das Beben konnte im gesamten Südwesten verspürt werden, natürlich auch in der Hauptstadtregion. Dem Beben folgten eine ganze Menge Nachbeben, die stärksten wurden mit M4,6 und M4,3 aufgezeichnet.

Das Hauptbeben ereignete sich um 23.36 Uhr am Berg Fagradalsfjall, die Erschütterung war bis nach Borgarnes im Westen und auf die Westmännerinseln südlich der Insel spürbar. Am Festarfjall, etwa sechs Kilometer südwestlich des Epizentrums, gab es Gerölllawinen. Die starken Nachbeben wurden um 5.46 Uhr und um 6.23 Uhr aufgezeichnet. Seither ist die Aktivität abgeebbt.

Seit Dezember letzten Jahres wird die Halbinsel immer wieder von Bebenschwärmen erschüttert, Magma hat sich angesammelt, und am Berg Þorbjörn wurde auch eine Landhebung gemessen. Die Erdbeben von heute Morgen sind Teil des Bebenschwarmes, der im Februar begonnen hatte und sich nun weiter nach Osten erstreckt, wie es in einer Mitteilung der Erdbebenabteilung beim Wetterdienst heisst.

“Die Halbinsel Reykjanes ist durch die Tektonik zwischen der Eurasischen und der Nordamerikanischen Platte eine hochaktive geologische Region,” erklärt Elísabet Pálmadóttir, eine Spezialistin für Naturkatastrophen beim Wetteramt. “Die Bebenaktivität kann durch vulkanische oder tektonische Aktivität verursacht werden, oder durch beides.”

Auch im Norden Islands ist die Erde immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Zwei Beben der Stärke 4,4 und 3,9 wurden gestern etwa zehn Kilometer vor der Küste Nordislands aufgezeichnet, sie konnten in bewohnten Gebieten deutlich verspürt werden. Im vergangenen Monat hatte in der Region ein Bebenschwarm eingesetzt, und am 19. Juni hatte der Zivilschutz die Ungewissheitsstufe ausgerufen, die immer noch gilt.
Reisende sollten sich nicht zu lange an steilen Hängen aufhalten, weil vielerorts die Gefahr von Erdrutschen besteht.

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