Hängebrücke über den Gullfoss angedacht Skip to content
Photo: Hrunamannahreppur, Facebook.

Hängebrücke über den Gullfoss angedacht

Die Landbesitzer am Ostufer des Wasserfalls Gullfoss in Südisland überlegen derzeit, eine Fussgängerbrücke über die Schlucht Hvítárgljúfur unterhalb des beliebten Wasserfalls zu bauen, berichtet Vísir. Eine Brücke wäre günstiger als teure Strassenbaumassnahmen. Immer mehr Touristen versuchen nämlich, auf die Ostseite des Wasserfalls zu gelangen. Der Weg führt über eine sehr schlechte Piste quer durch das Hochweidenland, wo im Sommer Vieh freiläuft. In den vergangenen Wochen mussten in dem Gebiet immer wieder liegengebliebene oder verirrte Touristen aufgeklaubt werden. Die Region ist nicht für Massenverkehr ausgelegt. Gestern hat die Gemeinde schliesslich einen Schlagbaum mit riesigem Verbotsschild aufgestellt, um Touristen an der Durchfahrt zu hindern.

Hängebrücke soll Problem lösen
Aber wahr ist auch, dass der Gullfoss von dieser Seite ein ganz anderes Bild bietet, hier sieht man nämlich unter anderem die spektakulären Basaltsäulen im Fels unterhalb des Touristenufers.
“Wir reden derzeit mit den Gemeinden und der Umweltbehörde darüber, eine Hängebrücke über den Hvítárgljúfur zu legen.” erklärt Hallgrímur Kristinsson, ein Sprecher der Gruppe von Landeigentümern, denen der zunehmende Verkehr durch das Hochweideland ein Dorn im Auge ist. “Ein bisschen unterhalb des Wasserfalls, um den Zugang zu ermöglichen. Wir würden dann einen Weg und eine Aussichtsplattform bauen, die sich in die Landschaft einfügt.” Man glaube, dass man damit ein Problem der Zukunft löse, so Hallgrímur.

Rückbaubare Attraktion
Drei Möglichkeiten stünden zur Auswahl. Man könne den Leuten den Zugang einfach verbieten, man könne am Ostufer eine eigenständige touristische Infrastruktur bauen, was aber Massenverkehr an den Höfen vorbei mit sich bringt, oder man könne die beiden Ufer verbinden – ein Lösungsansatz, den die Landbesitzer befürworten.
Die Hängebrücke würde dann unterhalb des Wasserfalls gebaut, sie würde den Blick auf den Wasserfall nicht stören und wäre überdies rückbaubar, wenn sie nicht mehr gebraucht würde.
“Solche Hängebrücken sind sehr beliebt und in vielen Ländern wie Kanda, USA oder Neuseeland verbreitet. Die Leute sind damit einverstanden, für den Zugang zu bezahlen und erhalten die Aussicht, die sie ansonsten nicht bekämen,” meint Hallgrímur. “Und sie erreichen Orte, die man ansonsten anders zugänglich machen müsste.”
Das Projekt befindet sich allerdings noch im Ideenstadium. Hallgrímur zufolge sei ein erstes Echo bei den Behörden jedoch positiv.

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