Grindavík: Retter suchen nach in tiefe Erdspalte gestürzten Arbeiter Skip to content
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Photo: Grindavík.

Grindavík: Retter suchen nach in tiefe Erdspalte gestürzten Arbeiter

Rettungskräfte und Freiwillige der isländischen Rettungsorganisation Landsbjörg suchen seit dem Mittag nach einem Mann, der bei Sicherungserdarbeiten in Grindavík in eine tiefe Erdspalte gestürzt sein muss. Sein Arbeitsgerät, eine Walze, mit der die zuvor aufgefüllte Erdspalte verdichtet wurde, konnte gefunden werden. Nach Angaben von Polizeichef Úlfar Lúðvíksson muss sich die Erde unter den Füssen des Mannes geöffnet haben. Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Mann alleine vor Ort, es gibt keine Augenzeugen.

Spalte mit grossem Hohlraum
Die Spalte soll sehr tief sein. In den Abendnachrichten hatte es gehiessen, dass einige Spalten und Löcher, die sich in Grindavík nach den Novembererdbeben geöffnet hatten, 25 bis 30 Meter tief seien und bis zum Grundwasser hinunterreichen. Ihre Wände sind nicht glatt, sondern voller Kanten und Scharten.

Kurz nach dem Notruf waren die Rettungskräfte zur Stelle, und mit grosser Mannschaft, Suchhunden und später auch einem Sondereinsatzkommando wurde nach dem Verunfallten gesucht. Als immer klarer wurde, dass er in die Spalte gestürzt sein musste, kamen Bergretter hinzu, die speziell darauf trainiert sind, sich in gefährlichen Lagen und grosse Tiefe abzuseilen.

Nachdem das Gelände gesichert worden war, begann man damit, die Bergretter abzuseilen, immer zwei zusammen im Wechsel. Jón Þór Víglundsson, der Sprecher der Rettungsorganisation Landsbjörg, sagte Vísir gegenüber, die Spalte öffne sich in einen grösseren Hohlraum, den man von oben nicht sehen könne. Ihm lägen jedoch Informationen über die Grösse des Hohlraums vor, und damit über das Suchgebiet.

Sturm und Regen erschweren Einsatz
Am Abend erschwerte zunehmend schlechtes Wetter mit Sturm und Regen den Rettungseinsatz zusätzlich. Es handle sich um einen tragischen Arbeitsunfall und um eine äusserst komplizierte Rettungsaktion, erklärte der Polizeileiter. Er kündigte auch an, dass morgen früh die Zugangsvoraussetzungen für den von Erdbeben schwer beschädigten Ort neu geprüft würden.

Etwa 120 Rettungsleute aus dem ganzen Süden sind in Schichten im Einsatz.  Sie wollen suchen, bis der Mann gefunden ist.

 

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