Grindavík: Bewohner dürfen auf eigene Gefahr nach Hause Skip to content
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Photo: Grindavík.

Grindavík: Bewohner dürfen auf eigene Gefahr nach Hause

Den Bewohnern von Grindavík ist es seit heute erlaubt, sich rund um die Uhr in der Stadt aufzuhalten. Allerdings geschieht dies auf eigene Gefahr. Die Behörden weisen einmal mehr darauf hin, dass die Infrastruktur baufällig und beschädigt ist und dass weiterhin Gefahr besteht, berichtet RÚV.

Auf eigene Gefahr
Die Entscheidung, ob oder ob die Grindavíker nicht in ihren Heimatort zurückkehren dürfen, hatte auf den Schultern von Polizeistellenleiter Úlfur Lúðvíksson gelegen, nachdem die Landespolizei die Evakuierungsanordnung vom 10. November 2023 gestern Abend nicht verlängert hatte. Nun dürfen also alle Einwohner heimkehren, und die ansässigen Betriebe wieder öffnen, allerdings jeder auf eigene Gefahr.
Úlfur weist in einer Mitteilung darauf hin, dass die Infrastruktur des Ortes schwere Schäden aufweist. Vielerorts sei ein dauerhafter Aufenthalt in den Wohnhäusern nicht zumutbar.
Alle, die sich dennoch für eine Rückkehr entscheiden, müssten sich darüber im Klaren sein, dass sie auf eigene Gefahr in Grindavík unterwegs sind. Jeder trage die Verantwortung für sein eigenes Handeln.

Kein Ort für Familien
Grindavík sei kein Ort für Familien mit Kindern und auch kein Spielplatz. Es gibt keine Schulen und keinen Kindergarten, und keinen sicheren Ort zum Spielen.
Die Hauptleitung für heisses Wasser hat ein Leck, möglicherweise metertief unter der Lava, nach dem Schaden wird seit Tagen erfolglos gesucht. Die Kaltwasserleitung ist zerstört, und daher fliesst auch kein Brauchwasser in Küche und Badezimmer.
Überall im Ort lauern Erdspalten, und die Gefahr, dass das Erdreich urplötzlich einbricht, wird als erheblich eingeschätzt. Die Spalten innerorts werden derzeit kartiert, im freien Gelände ist jedoch noch nichts untersucht worden, daher sollten Fussgänger sich auf dem Bürgersteig halten und keineswegs auf Grundstücken oder Wiesen herumlaufen.
Ausschliesslich Bewohnern, Mitarbeitern von Betrieben und Einsatzkräften ist das Betreten des Ortes erlaubt.

Úlfur glaubt nicht, dass unter diesen Bedingungen viele Einwohner zurückkehren werden. Die Entscheidung, den Ort für Bewohner und Mitarbeiter zu öffnen, wird am 29. Februar erneut geprüft.
Der Stadtrat hat am Abend zu einer Informationsveranstaltung für die Einwohner geladen.

 

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