Geldingadalir: 140 Retter suchten in der Nacht nach vermissten Lavatouristen Skip to content
Search-and-rescue volunteers by the crater in Geldingadalur on the Reykjanes peninsula
Photo: Gollil. Search-and-rescue volunteers monitored the area and aided tourists who ran into trouble.

Geldingadalir: 140 Retter suchten in der Nacht nach vermissten Lavatouristen

Die Eruptionsstelle in den Geldingadalir ist vorübergehend für den Zutritt gesperrt worden. In der Region herrscht schlechtes Wetter, der Wetterdienst hat eine gelbe Wetterwarnung für den Südwesten heausgegeben.

Bereits seit gestern Abend war aus der Region sehr schlechtes Wetter gemeldet worden, mit Wind in Sturmstärke, heftigen Niederschlägen und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Behörden hatten die Bevölkerung aufgefordert, sich aus Sicherheitsgründen nicht auf den Weg zum Vulkanausbruch zu machen. Der Aufforderung war in vielen Fällen nicht Folge geleistet worden.
Wie Landsbjörg-Koordinationsleiter Steinar Þór Kristinsson RÚV gegenüber mitteilte, sind in der Nacht über 140 Freiwillige der Rettungsorganisation Landsbjörg aus dem ganzen Süden und Südwesten im Einsatz gewesen, um verirrte und erschöpfte Lavatouristen zu finden und in Sicherheit zu bringen. Berichten aus der Nacht zufolge waren manche Wanderer am Strassenrand vor Erschöpfung zusammengebrochen. Gegen Mitternacht wurden immer noch 140 geparkte Fahrzeuge gezählt. Die Suche nach den Verirrten wurde zu Fuss, mit Quads und per Hubschrauber durchgeführt.

Um die 40 Personen mussten zT per Krankenwagen nach Grindavík in ein Auffanglager gebracht werden. Am frühen Morgen war noch ein fahrerloses Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen am Strassenrand bei der Blauen Lagune übrig, nach dem Fahrer war in der Nacht gesucht worden. Wie Vísir berichtet, befand sich der Deutsche wohlauf in Grindavík und wusste nicht, dass die Freiwilligen nach ihm gesucht hatten.

Viele Lavatouristen hatten sich für die harschen Wetterbedingungen nicht angemessen gekleidet, führten zuwenig Essen mit sich und waren trotz Dunkelheit nicht mit Taschenlampen ausgerüstet.
Steinar zufolge ist die Ausbruchsstelle am Morgen gesperrt worden. Er äusserte sich besorgt darüber, dass die Leute die Sperrung ignorierten, denn trotz der für heute gültigen gelben Wetterwarnung strömten weiterhin Autos an den Suðurstrandavegur.

Zur Stunde wird geprüft, ob es möglich ist, einen Parkplatz zu schaffen, der näher an der Ausbruchsstelle liegt. Auch die Absteckung eines Wanderweges ist in Planung.

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